Lebensnah

Wenn plötzlich alles anders ist – The new german Angst

Gastbeitrag von Tanja

Die Welt ist aus den Fugen geraten

Deine Welt, meine Welt, unsere Welt – der ganze große Planet. Nichts ist mehr, wie es immer war. Überall. Es gibt kein Entrinnen. Die Medien, das Fernsehen, das Radio, Facebook, Instagram.. keine Chance, der Informationsflut zu entkommen. Das alles beherrschende Thema, egal, wann, wo und mit wem wir uns unterhalten.
Was macht das mit dir? Kannst du noch das Leben führen, dass du bislang geführt hast? Das Leben, das du führen willst?


Fremdworte in unser aller Leben

Social distancing, stay at home, stay the fuck home, stay home save lifes. Fremdworte in unser aller Leben. Was tust du, wenn du deine Freunde nicht mehr besuchen kannst? Deine Familie, deine Liebsten. Wenn keiner mehr an deine Tür klingelt, um dich zu besuchen. Wenn du allein daheim sitzt, eventuell im Home Office ohne Kollegen. Beraubt jeder Normalität, die wir kennen. Weitgehend allein auf dich zurück geworfen – was fängst du an mit so viel freier Zeit, die du dir sicherlich früher öfter mal gewünscht hast. Und nun ist sie da wie ein unerwartetes (ungewolltes) Geschenk… und freust du dich darüber? Kannst du sie nutzen?


Es fehlt die Normalität

Es fehlt die gewohnte Struktur, es fehlt die verdammte Normalität. Hat schon mal jemand dauerhaft kein Klopapapier kaufen können? Hat schon mal jemand erlebt, dass Lebensmittel gehamstert werden? Hamsterkäufe ist ein Wort, dass die meisten von uns wir allerhöchstens von unseren Großeltern kennen, die Kriegs- oder Nachkriegsgeneration. Keiner von uns kannte das beklemmende Gefühl nahezu menschenleerer Supermärkte, leerer Regale, Securities am Eingang derselben und ein unbedingt einzuhaltender Mindestabstand.
Ausgangssperre? Vorschriften darüber, mit wie vielen Menschen ich mich draußen treffen darf? In einer Demokratie? Hallo? Wo sind wir denn hier? Meine Regierung will und kann mir vorschreiben, was bzw. wie viel ich wovon einkaufe, welche Läden ich wann besuche, wann ich meine Freunde sehe, wann ich zum Friseur und ins Restaurant gehe, mit wem ich spazieren oder ins Cafe gehe? Ins Schwimmbad? In die Kneipe, in den Club, zum bowling, in die Sauna?
Was ist da los mit meinen Freunden und Kollegen? Hysterie? Übertriebene Vorsicht? Albern? Wer spinnt denn nun? Was passiert, wenn das nicht möglichst schnell vorbei ist? Was ist mit meinem Job? Kann ich meine Miete noch zahlen? Meine Lebensmittel – sofern genug für alle in den Läden vorhanden bleibt? Warum hamstern die alle – tut das not? In Deutschland? Was zum Henker passiert hier gerade?!
Ich habe mehr Zeit als üblich. Wie ich es mir oft gewünscht habe. Zeit für schöne Dinge. Nur dass viele dieser Dinge eben aktuell nicht möglich sind. Zeit mit mir allein, Zeit für mich. Und tut sie mir gut, diese Zeit, diese Entschleunigung?


Ein Wechselbad der Gefühle

Die meisten davon eher negativ. Ein leichtes Unbehagen. Unsicherheit. Irritation. Verwirrung. Langeweile. Unausgeglichenheit. Wut. Zorn. Sorge. Angst. Oder Verdrängung . Kann ich das verdrängen? Womit noch – und wie lange? Und was bringt mir das? Ein Aushalten der Situation, die ja hoffentlich schnell vorbei ist, weil eh alle übertreiben?


Was bewegt dich?

Nochmal – die Welt, wie die meisten von uns sie bisher kannten, steht Kopf. Viele hatten sich in „schrecklich, aber es geht“ eingerichtet. Wussten damit umzugehen. Alles war jederzeit verfügbar – von Klopapier bis Restaurantbesuch. Jetzt hocken wir teilweise allein da in unseren Wohnungen und müssen auf eine andere Art und Weise lernen, mit uns selbst klarzukommen.
Was bewegt dich? Wut auf irgendwen? Die Regierung, die deiner Meinung nach nicht früh genug richtig reagiert hat? Wut auf die Hamsterkaufidioten, die sich im Supermarkt prügeln? Steckt es dich an, dieses „ich muss horten, sonst hab ich bald nicht mehr genug … Klopapier.“? Wut auf die Idiotien, die immer noch lächelnd spazieren gehen, weil du glaubst, die Wahrheit – das richtige Umgehen mit dem Ansteckungsrisiko – gepachtet zu haben? Wut auf die, die scheinbar immer noch fröhlich sind? Die mit der rosa Brille, die deiner Meinung nach die Gefahr negieren und damit uns – dich – dadurch noch mehr in Gefahr bringen? Angst? Angst vor Ansteckung, Angst um deine Liebsten, Angst um deine Existenz, dein Einkommen, Angst vor dem Unbekannten, in dem wir grade alle stecken?


Der Kontrollverlust – oder hatten wir nie die Kontrolle?

Du kannst nichts, aber auch gar nichts in deinem Umfeld kontrollieren. Konntest du nie, das ist nichts Neues. Niemals kannst du kontrollieren, was ein anderer tut. Dazu braucht es kein neues Virus. Du hast keine Kontrolle darüber. Sicherlich kannst du Gefahren minimieren – aber niemals kontrollieren. Was du mit viel Training und Willen kontrollieren kannst – bist du. Wie du mit all dem umgehst und was du daraus machst. Wie du diese Zeit für dich nutzt.
Was kannst du tun, wenn deine negativen Gefühle, Ängste, Sorgen dich überwältigen und du nichts und niemanden zur Ablenkung findest, und diese über dir zusammen klatscht wie ein Tsunami ? Wer hilft dir dann, dich aus kleinen oder großen schwarzen Löchern herauszuholen , damit du nicht darin versinkst, sondern nur durch ein Schlagloch fährst und wieder heraus kommst, bevor du dich in Horrorszenarien und Abwärtsspiralen völlig verlierst?


Du allein bist für die Bewertung deiner Gefühle verantwortlich!

Deine Gefühle sind keine unbezwinglichen Monster, gegen die du dich wehren musst – oder die jemand in dich hineingibt. Es sind deine – du machst sie. Das wiederum bedeutet, du kannst sie steuern. Rein wissenschaftlich betrachtet, sind deine Gefühle blitzschnelle Reaktionen auf Reize, die du von außen oder aus deiner eigenen Erinnerung (also aus deinem Umfeld oder einer Situation aus der Vergangenheit) kennst. Wie du diese Reize wahrnimmst, auffasst oder bewertest, obliegt dir. Dir allein. Das gibt dir sehr viel Kontrolle über dich selbst und deine Gefühle. Zwischen dem wahrgenommenen Reiz – du siehst oder hörst etwas – liegt ein winziger Augenblick, in dem DU diesen Reiz bewertest. Beispiel: du siehst im Supermarkt eine Person, die – wie könnte es aktuell anders sein – die 4 letzten Großpackungen Klopapier in seinen Wagen stapelt. Wie bewertest du das? Es bleibt komplett dir überlassen. Denkst du neidisch: Blödmann- ich brauch auch eine Packung? Denkst du ängstlich: auweia.. vielleicht sollte ich auch horten, wer weiß, ob ich genug davon kriege, wenn ich welches brauche? Denkst du abfällig: der arme hysterische Idiot? Denkst du mitfühlend: der arme verblendete Mensch? Oder ganz neutral: „ach. Wieso kauft der soviel Klopapier?


Die Sache mit der Toleranz

Du kannst dir eine Menge negativer Gefühle selbst ersparen, wenn dir klar wird: ich entscheide, wie ich den äußeren Reiz verarbeite. Wenn du das trainierst, im Kleinen und im Großen. Wenn du aufhörst, deine Bewertung als die einzig mögliche und richtige zu begreifen. Jeder von uns hat Bewertungen, hat eine Sicht auf seine eigene Wahrnehmung und Welt. Und keine davon ist absolut richtig. Es ist jeweils nur die eigene. Das nennt man Toleranz. „Toleranz besteht nicht darin, dass man die Ansicht eines andere teilt, sondern nur darin, dass man dem anderen das Recht einräumt, überhaupt anderer Ansicht zu sein“, ein sehr schönes Zitat von Viktor Frankl dazu. „Du hast deine Welt, ich die meine, Recht hat keiner, bzw. jeder.“ Konstruktivismus nennt man das, ein ungriffiges Wort, das es nichtsdestotrotz trifft: ich konstruiere meine Welt, du die deine.


Alle Gefühle sind erlaubt!

Weiterhin solltest du wissen: die Gefühle, die du dir machst – bleiben niemals länger als 3 Minuten bei dir, es sei denn, DU selbst hältst sie fest. Ansonsten ähneln sie Besuchern, die dich und deinen Körper besuchen und sich dann wieder verabschieden. Nur du kannst sie festhalten, bzw. das Empfinden haben, sie kleben an dir und besetzen dich komplett. Und wieder hast du die große Macht und Kontrolle – also was willst du? Sie kurz da sein lassen, sie fühlen, beobachten, (das kannst du nämlich auch, deine eigenen Gefühle beobachten). Wenn du sie verdrängst, kommen sie irgendwann an andere Stelle wieder zum Vorschein und quälen dich umso mehr. Wenn du das sehr lange sehr massiv tust, kann das sogar zu Krankheiten führen. Also lass sie da sein. Fühl sie. Nein, das ist nicht schön. Aber nur so können sie auch wieder vorbei gehen. Hab einen Weinflash, wenn du traurig bist. Zittere wie Espenlaub, wenn dich Angst überfällt. Schimpfe wie ein Rohrspatz, wenn du wütend bist – und dann ist gut. Dann bist du durch damit.


Du hast Einfluss auf deine Gefühle!

Du kannst dir natürlich auch selber gute Gefühle erzeugen – einfach, indem du tust, was dir gerade gut tut. Was immer das auch gerade bei dir persönlich ist. Es wird dich nicht glücklicher, sicherer oder zufriedener machen, wenn du 24/7 schlechte Nachrichten siehst und hörst. Welchen Einfluss hat es auf dich, die aktuelle Fallzahl der Neuinfektionen aller Länder weltweit zu wissen? Fühlst du dich dadurch irgendwie besser oder beruhigter? Wohl kaum. Also wozu? Beschäftige dich mit Dingen, die dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, oder zumindest deine Sorgenfalten verschwinden lassen. Ganz egal, was es ist. Jeder Moment, in dem du dich nicht sorgst und du dich gedanklich mit schönen Dingen beschäftigst, stärkt dein Immunsystem, und das können wir alle besonders im Moment echt gut brauchen, oder? Auch das verbirgt sich hier dem schon abgedroschenen Begriff „ Selbstliebe“ bzw. „Selbstsorge“.

Achte darauf, welche Informationen du konsumierst, welche Gespräche du führst – all das hat einen riesigen Einfluss auf deine Gefühls- und Gedankenwelt und du kannst es steuern. Du entscheidest. Folge Insta Accounts, die dir gut tun. Selektiere, was in dein Gehirn kommt – du kannst es ganz allein steuern. Über welches Themen möchtest du dich austauschen? Gespräche, die dich bedrückter, besorgter, niedergeschlagener zurücklassen als vorher, musst du nicht führen, das solltest du dir wert sein. Du entscheidest, welchen Gesprächen du zur Verfügung stehst. Viele laufen mittlerweile mit Gummihandschuhen und Mundschutz herum – wenn sie doch alle ihr Gemüt, ihr Gehirn, ihre Psyche genauso schützen würden!!! Vielleicht magst du ja genau jetzt damit anfangen und es einfach mal ausprobieren. Falls es dir nichts bringen sollte – was ich nicht glaube – war es einen Versuch wert, du hast nichts zu verlieren, oder? Sollte es allerdings funktionieren, kannst du eine Menge Lebensqualität hinzugewinnen. Unabhängig von der Corona Krise oder wenn die Normalität zurückkehrt.

Vielleicht helfen dir diese kleinen Impulse, um ein wenig besser durch diese seltsame Zeit zu kommen. Und wie du sicherlich schon bemerkt hast – der Umgang mit negativen Gefühlen ist zu jeder Zeit eine sehr wertvolle Fähigkeit.


Bleib gesund & bewahre dir deine Lebensfreude

Ein Gastbeitrag einer wertgeschätzten lieben Freundin Tanja

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24 Kommentare zu “Wenn plötzlich alles anders ist – The new german Angst

  1. Hallo,
    danke für das Teilen der Gedanken und der Ideen zum positiven Denken! Ich spüre zurzeit alle möglichen Gefühle- lasse die aber auch so gut es geht raus.
    Tanja und Shadownlight: bleibt gesund!

    1. Hallo Marie,
      danke für dein Feedback. Jenny & ich freuen uns, dass wir für ein wenig Inspiration sorgen konnten. Schön, dass du das alles an dir aufmerksam wahr nimmst und ausleben kannst, so sorgst du gut für deine mentale Gesundheit.
      bleib du auch gesund & fröhlich,
      liebe Grüße, Tanja

  2. Och ja Wut habe ich schon, allerdings mehr auf das Virus und das ich den Frühling beschränkt genießen kann ohne ein Bier im Biergarten. Dann hoffen wir mal, dass es bald vorüber ist!
    Sei gegrüßt Holger.

    1. Hallo Holger,
      danke für deine Reaktion auf den Beitrag, ich kann dich da total verstehen. Jedes unserer Gefühle könne wir als Kompass nutzen, sie zeigen uns einen Handlungsbedarf an. Wut ist ein besonders kraftvolles Gefühl, dass du wunderbar nutzen kannst, wenn du es umgelenkt bekommst. Vielleicht fällt dir ja etwas ein, wo du diese Kraft aktuell gut nutzen kannst – bis das Bier wieder im Biergarten verfügbar ist.
      liebe Grüße & komm gesund durch diese Zeit,
      Tanja

  3. Huhu,
    die Situation nagt schon arg an den Nerven. Ich merke das bei mir selbst. Ich muss aufpassen, dass ich nicht „zu tief falle“ und mich immer wieder erde.
    Alles Liebe und herzliche Grüße, Tati

    1. Hi Tati,
      danke für deine Zeilen. Genau das meinte ich: es nagt mehr oder weniger an uns allen. Gut, dass du es spürst und gut aufpasst, dass du nicht hinein sinkst-denn das passiert ja schnell und häufig unbewusst, unbemerkt und unabsichtlich. Ich wünsche dir einen bunten Strauß von Dingen, die dich erden und lächeln lassen.
      liebe Grüße & bleib gesund,
      Tanja

  4. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Ja, manchmal ist die Situation echt traurig und vor allem die Auswirkungen auf alles.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

    1. Hallo Anja,
      danke für deinen Kommentar, das wünsche ich dir auch.
      Wie schön, dass es uns so viel Sonnenschein bringt,
      liebe Grüße & bleib gesund,
      Tanja

  5. Danke werde es mir auf jeden Fall schmecken lassen =)

    Ein wirklich toller Post =)
    Ja die Welt is echt nicht mehr so wie wir sie kennen und ich denke es wird lange dauern, bis sie wieder so sein wird. Die momentane Situation wird uns noch Monate, wenn nicht sogar Jahre begleiten.
    Die Angst um die Existenz is in solchen Zeiten echt groß, ich verdiene durch die Kurzarbeit mit 0 Stunden jetzt genauso viel wie ich eigentlich an Fixkosten habe, mal sehen wie das noch so laufen wird.
    Liebe Grüße

    1. Hi Yasmina,
      danke für dein Feedback – ich freue mich, dass dir der Artikel gefällt. Ja, die Geschehisse werde Folgen nach sich ziehen. Umso wichtiger finde ich, den Augeblick zu leben. Make the most (bzw. the best) of now. Sorgen um das Morgen – vor allem finanzielle Sorgen – sind auf jeden Fall nachvollziehbar, Es sorgt dafür, dass du vielleicht heute – wenn diese Herausforderungen noch nicht akut sind – schöne Momente verpasst. Ich kann dich gut verstehen, es geht ja gerade vielen Menschen so. Vielleicht gibt es ganz andere Wege, zusätzlich Geld zu verdienen? Ich habe mir mal eine Liste gemacht: 30 Dinge, wie ich Geld verdienen könnte – das hat mich ziemlich von den Sorgen abgelenkt und war gar nicht so einfach, macht jedoch SEHR kreativ.
      Alles Liebe & vor allem Gesundheit für dich,
      Tanja

  6. Normal ist gerade wirklich gar nichts mehr. Die Sache mit dem Klopapier finde ich erschreckend. Du hast das alles sehr schön geschrieben. Aufpassen muss ich mit meinem Gemüt etwas um mich nicht herunterziehen zu lassen. Also danke für deine klaren Worte dazu.
    LG

    1. Hallo Marlen,
      danke für deinen Beitrag – wie schön, dass dir der Artikel gefallen hat. Ja, die vielen Usicherheiten, mit denen wir alle konfrontiert sind, beeinflussen uns schon sehr, Und ja, wichtiger denn je, dass du achtgibst, nicht runter gezogen zu werden. Wie ich schon schrieb: du kannst bewusst & aktiv gegensteuern, es ist wirklich eine Art von „Gehirn-Training“, sich ganz bewusst & diszipliniert mit dem zu beschäftigen, was dir gut tut & im weitesten Sinne nützlich ist. Zumindest an diesem Wochenende kannst du Sonne tanken, was fürs Gemüt & fürs Immunsystem sehr gut ist.
      Liebe Grüße & bleib gesund,
      Tanja

  7. Gefühle habe ich auch, aber hallo! Wenn ich es nicht sehr genau besser wüsste, würde ich meinen, schwanger zu sein. Solche Gefühlsschwankungen habe ich. Wir haben übrigens keine Ausgangssperre, sondern eine Ausgangsbeschränkung. Deswegen dürfen wir auch noch raus und Hamster kaufen.
    Bleib gesund und guter Laune!
    LG
    Sabiene

    1. Hi Sabiene,
      danke fürs Feedback & fürs Teilen. Ich vermute, wirklich jeder geht aktuell durch ein Wechselbad von Gefühlen, die einen mehr, die anderen weniger. Die einen merken es-andere sind evtl. gar nicht aufmerksam dafür. Schon klar: nur Ausgangs-beschränkung statt Sperre – selbst das bleibt in meinem Leben einzigartig und fällt mir persönlich schwer zu glauben. Da darf ich noch lernen.
      Bleib gesund & liebe Grüße,
      Tanja

  8. Bei mir kommt wirklich alles zusammen. Ein ständiges Auf und Ab. Von „ach, ist doch alles halb so schlimm“ bis hin zu „wen bring ich heute wohl um“. Ich bin generell ein sehr positiver Mensch. Merke aber, dass es mir immer schwerer fällt, so zu bleiben. Mir fehlen einfach die Dinge, die mir sonst Energie gegeben haben bzw. das Aufladen der Akkus oder eben auch das richtige Auspowern. Es bleiben halt dann doch nicht soviele Möglichkeiten wie sonst. Aber solange die da sind, ist da schon noch das Fünkchen Positivität.
    Liebe Grüße

    1. Hi Sandra,
      ja, da kann ich dich ausgesprochen gut verstehen. Wenn du ein eher positiver Mensch bist, fällt dir vermutlich vieles leichter. Gegen dieses Auf und ab, dass wir momentan alle aushalten dürfen, kannst du halt gegensteuern, in dem du radikal darauf achtest, was auf dich einstürmt – und du darauf achtest, was du einströmen lässt. Du hast recht, einige Möglichkeiten zum Energietanken sind uns aktuell genommen – evtl. findest du neue Quellen, die dazu gekommen sind?
      Viele Grüße & bleib gesund,
      Tanja

  9. Die aktuelle Situation ist wirklich ungewöhnlich! Am Anfang war ich wirklich wütend, weil viele Dinge bei mir ins Wasser gefallen sind, auf die ich teilweise monatelang hingearbeitet habe. Mittlerweile habe ich es aber akzeptiert und versuche nun, das Beste daraus zu machen. Habe zum Beispiel schon mein ganzes Zimmer komplett ausgemistet, was mich gerade total Stolz macht. Es sind im Moment eben die kleinen Dinge, auf die wir uns konzentrieren müssen, um diese Zeit gut zu überstehen.
    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Hi Sarah,
      danke für deine Reaktion – da hast du ja ein ganz tolles Beispiel bereits selbst erlebt. Dein Zimmer sieht bestimmt richtig super aus, und du hast dadurch selbst positive Gefühle In dir erzeugt – also mehrfach Grund, stolz auf sich selbst zu sein! Genau – Konzentration & Fokus auf die kleinen Dinge, die uns gut tun, weil das genau die Dinge sind, auf die es (nicht nur jetzt) ankommt und die dann irgendwann in Summe die Qualität unseres Lebens ausmachen.
      bleib gesund & liebe Grüße,
      Tanja

  10. Oh, ich glaube Auf ist tatsächlich das einzige Gefühl in dem Zusammenhang ,welches ich bisher noch nicht hatte.
    Aber alles ist nach wie vor so unwirklich und schlimm finde ich für mich, nicht zu wissen, wie es in zwei Wochen weitergeht. Und danach.
    Liebe Grüße vom pamelopee-Blog schickt dir Pamela

    1. Hallo, Pamelopee,
      danke für deinen Beitrag. Unsicherheit ist immer schwer auszuhalten, weil keiner von uns daran gewöhnt ist. Wir alle brauchen Strukturen, um uns in unserem Leben sicher zu fühlen, da kann ich dich gut verstehen. Es liegt jedoch auch immer eine Chance darin, wenn wir – so wie aktuell – aus unserer Komfort Zone geschubst werden. Hier können wir auch Optionen entdecken, die wir innerhalb unserer Komfort Zone niemals entdeckt hätten.
      alles Liebe & bleib gesund,
      Tanja

  11. Liebe Tanja,
    Wut oder dergleichen empfinde ich nicht und wüsste auch nicht, warum ich dieses Gefühl haben sollte, das Virus ist nun mal da und wenn man ehrlich ist musste man mit einem solchen Ereignis auch rechnen, schließlich gab es immer Seuchen in der Geschichte und auch Krankheiten, die wir nicht in den Griff bekommen. (Habe ich aber auch erst im Nachhinein erkannt.)
    Wirklich mehr Zeit als vorher habe ich auch nicht, nur meine Freizeitaktivitäten mit anderen Menschen vermisse ich. Das einzige, was mich wirklich sorgt, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen, die unter Umständen, und im Wesentlichen abhängig von der Länge des fast Stillstandes, viel schlimmer werden könnten als das Virus selbst.
    Pass auf Dich auf und bleib gesund.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang,
      danke für deinen Kommentar, ich teile deine Meinung – so ganz überraschend kommt das nicht. Wer von uns war gut vorbereitet darauf? Ich glaube, buchstäblich niemand.
      Gefühle kommen nicht immer aus Gründen, die rational logisch herzuleiten sind – schön, dass du zu denen zu zählen scheinst, die von seinen Gefühlen (vor allem von den negativen) nicht überwältigt werden, das ist eine gute Ressource.
      Ich glaube, die meisten von uns vermissen das vorher so selbstverständliche ungezwungene soziale Miteinander, das aktuell über weite Strecken nahezu weg fällt. Da ist jeder Einzelne auf seine eigene Art gefragt, genau diese Zeit schön (im Sinne von sinnvoll) für sich zu nutzen und nicht wartend „abzusitzen“ eine spannende Herausforderung.
      Ebenfalls teile ich deine Besorgnis um wirtschaftliche Folgen. Persönlich finde ich kritisches eigenes Hinterfragen des Umgangs sowie der öffentlichen Vorgehensweise auch für angebracht.
      bleib gesund & frohe Ostern,
      Tanja

  12. Hallo meine Liebe;)
    Das ist ein toller Beitrag, mich quälen momentan auch einige Gedanken, versuche aber das beste aus der aktuellen Situation zu machen- pass auf dich auf und bleib gesund :-*
    Liebe Grüße aus Stuttgart
    Isa

    1. Hallo Isa,
      danke für deine Zeilen, vielleicht hilft dir ja der Beitrag dabei, die quälenden Gefühle und Gedanken an der einen oder anderen Stelle anders zu verarbeiten und in angenehme Gefühle zu verändern. Dein Motto „das Beste daraus machen“ ist ein prima Ansatz dafür. Wie ich schon im Artikel schrieb: du kannst deine Gefühle selbst steuern.
      Liebe Grüße nach Stuttgart, frohe Ostern & bleib gesund,
      Tanja

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