Lebensnah

Schreibblockade

Im November diesen Jahres blogge ich 10 Jahre- richtig, eine verdammt lange Zeit!
Seit einer Woche erlebe ich das erste Mal die sogenannte Schreibblockade und weiß nicht so recht wie ich diese Blockade lösen kann.


Ich sitze vor einem leeren Worddokument

Das Worddokument ist geöffnet, einige Ideenmitschriften ebenfalls welche ich durch kurze Stichpunkte in Erinnerung behalte um diese irgendwann einmal in Blogbeiträge zu verwandeln. Ich beginne die ersten Sätze zu tippen, lege den Laptop beiseite und beschäftige mich mit anderen Dingen.
Das vorher abgespeicherte Dokument öffne ich nach einige Zeit wieder, lese die Sätze und klicke auf löschen. Ich bin unzufrieden, Ideenlos. Mein Kopf ist voll und doch so leer!


Konzentration fällt mir nicht schwer

Und doch ist es mir gerade unmöglich dieses Potential auszuschöpfen. Selbst E-Mails zu beantworten, Akquise zu betreiben oder WhatsApp Nachrichten zu senden stressen mich gerade unheimlich. Zu viele Worte, zu viele Fragen, zu viele Gedanken und ich bin nicht in der Lage diese in einem Beitrag zu verarbeiten.


Die Suche nach dem Grund der Lustlosigkeit am Schreiben

Natürlich frage ich mich, was meine Schreibblockade begründet. Doch ich finde keine Antworten. Lustlosigkeit? Oder sind mir meine eigenen Ideen zu langweilig? Setze ich mich selber unter Druck? Will ich perfektionistisch sein und meine Leser nicht mit unnützem Zeugs zuschwallern? Es gibt nichts Schlimmeres als lustlos geschriebene Texte die sinnfrei oder inhaltlich einfach langweilig sind zu lesen.
Zehn Dinge die du… fünf Dinge die es… Kombiniere die Jeans mit dem Teil… was macht die Farbe und jene Farbe mit meiner Stimmung… alles schon geschrieben, alles schon da gewesen, alles ausgelutscht, alles mittlerweile nur noch überflogen, unkommentiert, ungelesen… Nein, das ist nicht der Anspruch an mich selbst.


Schon viele erzählten mir von Schreibblockaden

Zum Glück bin ich nie die Einzige. Schon des Öfteren habe ich von anderen Bloggern über genau dieses Phänomen gehört. Ich selber konnte es nie nachvollziehen. Ab und zu weiß ich nicht einmal was ich zuerst schreiben soll, so sprudeln die Worte aus mir heraus. Fertige Fotos, vorgeschriebene Beiträge, das ist meine Realität. Doch gerade … Leere. Gnadenlose Leere und jetzt verstehe ich die „Kollegen“ die von den Symptomen berichteten. Zumindest kann ich jetzt mitreden!


Was tun gegen die Blockade?

Am besten wäre es sich nicht unter Druck zu setzen. Zurücklehen und abwarten, irgendwann blinkt die kleine Lampe wieder auf und ich haue erneut in die Tasten. Ich bin zur Zeit viel an der frischen Luft um mir quasi den Kopf frei zu laufen und erhoffe mir somit, dass die Zeilen, wie gewohnt, nur so in mir sprudeln.
Neben meinem Bett liegen ein Zettel und ein Stift- manche Ideen habe ich mitten in der Nacht. Auch auf meinem Handy notiere ich ab und zu Geistesblitze, die hoffentlich bald wieder blitzen.
Ich versuche mich nicht zu stressen, mir einzureden, dass eine solche Blockade normal sei und ich nur abwarten sollte. Gar nicht so einfach, wenn man diesen Zustand nach 10 Jahren das erste Mal erlebt!

Kennt ihr das Phänomen Schreibblockade?
Wie geht ihr damit um?
Habt ihr Tipps?

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38 Kommentare zu “Schreibblockade

  1. Hmmm … wenn etwas nicht laufen will, dass nicht laufen muss, darf es vielleicht einfach mal Pause haben. Dann kann es sich erholen und wiederkommen oder es kommt etwas Neues an seinen Platz. Mein Tipp: Gib Dir Zeit.

  2. Hej Jenny, das kenne ich nur zu gut. Dein Ansatz ist genau richtig. Ich habe mir auch schon eine längere Pause gegönnt oder gar überlegt, ob ich komplett mit dem Bloggen aufhöre. Das könnte ich allerdings nicht. Sich selbst nicht unter Druck setzen ist wohl die einzige Möglichkeit. Es wird Dir gut tun draußen in der Natur. Genieße das einfach. Der Rest kommt von ganz allein.

    Liebe Grüße Sabine

    1. Liebe Sabine,
      nein das Bloggen aufhören wäre auch gar keine Option für mich.
      Ich versuche den Druck mal von meinen eigenen Schultern zu schütteln.
      Liebe Grüße!

  3. Huhu du Liebe,
    ist es denn in der jetztigen Situation verwunderlich? Ich kann dich absolut verstehen. Mir selbst fällt es momentan oft schwer, einen „Anfang“ zu finden. Der Kopf ist voll und doch leer. Du machst das genau richtig und wenn du dich nicht unter Druck setzt, „fluppt“ es bald ganz bestimmt wieder von ganz alleine. 🙂
    Dicken Drücker und Grüßle, Tati

    1. Danke für den Drücker- ich hoffe es fluppt wirklich bald wieder. Mir fehlt es zu schreiben, aber von keinen Ideen wird das Word auch nicht voll :P.
      Liebe Grüße!

  4. Liebe Jenny, ich versinke immer total in Bewunderung, wenn ich von einer Bloggerzeit von zehn Jahren lese. Damals waren meine Gedanken wohl diesbezüglich eher noch so „Da gibt es auch etwas“ – daher finde ich es beeindruckend, dass du in dieser langen Zeit immer wieder tolle Beiträge geschaffen hast und kann es verstehen, wenn du dich mal etwas leer fühlst, vielleicht trägt auch diese aktuelle Situation etwas dazu bei. Ich denke, da ist wohl wirklich am besten, dich einfach nicht unter Druck zu setzen und einfach nur dann etwas zu schreiben, wenn du gerade Lust hast und es dir auch Freude bereitet, egal in welchen Abständen du dann was bloggst. Du musst dich damit wohlfühlen und es ist doch sicherlich nicht befriedigend, sich mit den einzelnen Worten und Sätzen zu quälen. Schau auf dich und wir freuen uns auch dann auf deine Beiträge, wenn sie mal nicht so regelmäßig kommen.
    Hab ein erholsames Pfingstwochenende, genieß die Natur und alles Liebe

    1. Liebe Gesa,
      danke für deine Worte. Ja 10 Jahre sind wirklich eine lange Zeit und ich fragte mich immer: Was ist eine Schreibblockade, nun gut, zumindest kann ich jetzt mitreden.
      Vielleicht kommt der kreative Moment ja auch bald wieder, wer weiß. Ich muss nur wirklich aufpassen, dass ich mich zu nichts zwinge, denn dann wird es nicht gut.
      Auch dir wünsche ich ein schönes Pfingsten.
      Liebe Grüße!

  5. Ich kann dir sehr gut nachfühlen. Schreibblockaden hat wohl jeder von uns Blockern gehabt und die allgemeine Unlust kennt jeder. Gönne dir eine Blogpause, indem du deine Leser vorher darüber informierst. Und mache irgendwas, das dir Spaß macht. Das Wetter ist ja eigentlich auch viel zu schön, um vor dem PC zu sitzen.
    Bei meiner letzten großen Schreibblockade habe ich beschlossen, aus meinen beiden alten Blogs einen neuen zu basteln. Sowas lässt also auch mal kreative Ideen frei!
    LG
    Sabiene

  6. Ich bin nun im 9. Jahr und hatte auch schon so einige Schreibblockaden. Ich kann dir nur raten, eine Blogpause einzulegen. Dann kommt die Lust und Kreativität von ganz alleine wieder.Wir Leser bleiben dir treu 🙂 LG Romy

  7. Finde den Inhalt auch echt toll, so viele Leckereien =)

    Oha krass, dass du im November dann schon 10 Jahre bloggst, das is echt lange 😀
    Es is auch völlig normal, mal solche Blockaden zu haben, die hat jeder und das in sämtlichen Lebenslagen. Da muss man manchmal einfach durch ^^ Also wenn ich die mal habe, dann lass ich es auch einfach mal bleiben und schreibe nichts. Momentan läuft es aber ganz gut ^^
    Danke dir auch ein schönes Wochenende

  8. Ich kenne das Gefühl recht gut. Je nach Intensität hilft einfach ein wenig Entspannung. Wie Du bin ich dann gerne in der Natur oder mache Sport. Manchmal dauert es aber einfach länger. Dann ist es halt so. Die Zeit gebe ich mir dann aber auch bzw. mache auch zwischendrin bewusst eine Pause. Oftmals denkt man nämlich gar nicht daran, wie schwer es ist, die richtigen Worte zu wählen. Auch wenn es nur unterbewusst so ist. Ich wünsch Dir ein schönes Pfingstwochenende und schicke liebe Grüße
    Sandra

    1. Danke Sandra das wünsche ich dir natürlich auch und ja- die Pause muss ich mir einfach gönnen bzw. etwas zurückfahren, dann wird es sicherlich auch wieder was :).
      Liebe Grüße!

  9. Oh ja, das kenne ich sehr wohl. Bin zwar erst etwas mehr als 5 Jahre dabei, Blockaden haben mich schon einige Male heimgesucht. Druck rausnehmen, einfach mal pausieren und warten, bis neue, schreibbare Ideen gepurzelt kommen. Fällt mir nichts ein, dann habe ich wohl gerade nichts zu sagen und mache einfach mal eine Bloggerpause. Streß Dich nicht!
    Liebe Grüße
    Karen

  10. Oh, wir haben ziemlich zur gleichen Zeit angefangen denn auch bei mir sind es bald genau 10 Jahre. Blockaden hatte ich immer wieder, auch jetzt. Ich bin auch viel draussen und werde mir erst mal den Kopf freilaufen..
    Das wird schon wieder…

  11. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass das beste Mittel gegen eine Schreibblockade ist, einfach zu schreiben.
    Klingt erstmal paradox, stimmt aber.
    Es müssen nur einzelne Sätze sein. Ganz egal was. Und dann immer weiter. So nach dem Prinzip, der Hunger kommt beim Essen.
    Bei mir hilft das tatsächlich.

    Liebe Grüße

    Pamela

  12. Hey Jenny, genau das gleiche Phänomen kursiert bei mir gerade. Hab einfach keine Lust zum Schreiben und doch möchte ich gerne. Zum Glück bloggen wir zu zweit und Alessia hat zwischendurch Posts. Aber generell sind wir schon etwas faul geworden und lesen auch kaum noch. Deshalb kommentieren wir momentan auch seltener. Da tritt dann wiederum die Angst auf-es kommt auch keiner mehr zu uns zum Lesen. Irgendwie ein blöder Kreislauf. Aber aufgeben ist für uns momentan auch keine Option, obwohl die Überlegung bereits Thema bei uns war. Wir lassen es einfach langsamer laufen und irgendwann wird’s schon wieder besser werden. Lass dir einfach Zeit, genieße den ruhigen Alltag und irgendwann fällt dir wieder mehr ein und die Lust aufs Schreiben kommt zurück und wenn nicht…dann ist es eben so. Alles hat seine Zeit! Ganz liebe Grüße von Silvia

    1. Hey,
      naja viele Leser kommen ja auch durch die Suchmaschinen und ich bleibe euch treu :)!
      Ich vermute, es ist die komische Zeit- man hat viel im Kopf und die Welt ist gerade etwas aus den Fugen.
      Alles Liebe euch!

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