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Starke Menschen – trifft man auch im Zug

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Starke Menschen trifft man auch im Zug

Seitdem ich die Organisationen Bahnhofsmission oder das KIM besuchte, bin ich auf das Thema Obdachlosigkeit und Armut sensibilisierter als je zuvor.
Menschen kennen zu lernen, die am absoluten Existenzminimum leben und sich täglich aufs Neue einen Schlafplatz suchen müssen oder sich über ein warmes Getränk und ein Butterbrot freuen, liegt mir schwer auf der Seele.
Aus diesem Grund hat ein neues Erlebnis seinen Platz in meiner Kategorie „starke Menschen“ gefunden.

Öffentliche Verkehrsmittel sind bequem

Das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln war nicht immer ein Graus für mich. Vor 20 Jahren stieg ich des Öfteren in Züge um quer durch Deutschland Freunde zu besuchen. Immer wieder lernte ich interessante Menschen kennen und führte tolle Gespräche.
Anschließend fuhr ich sehr lange nicht mehr mit dem Bus oder der Bahn und stieg gänzlich auf das Auto um.
Doch seit drei Jahren nehme ich den Service der Bahn wieder in Anspruch um Messen zu besuchen. Der Bequemlichkeit wegen ist hier die Bahn zu nehmen wirklich super. Doch die Zustände in Zügen werden immer schlimmer. Mal abgesehen von den hygienischen Bedingungen, vor allem der Toiletten, kann ich mich auf Grund der zusteigenden Menschen nicht mehr entspannen.

zugfahrt

Eine Zugfahrt die ist lustig- leider nein!

Betrunken pöbelnde Menschen kennt wohl jeder. Meistens bezieht man es in Zügen auf Fussballfans, die ab und zu tatsächlich übertreiben. Dann gibt es noch die Menschen, die wahrlich eine Alkohlfahne mit sich ziehen, aber definitiv keine Fussballfans sind.
Ich rutsche in meinem Sitz nervös hin und her und hoffe, dass sie an mir vorbeiziehen und sich andere Abteile suchen.
Meine Augen sind bei jedem Halt auf die Türen gerichtet und ich krampfe regelrecht zusammen, hege die Hoffnung, dass niemand einsteigt, der nach „Ärger machen“ aussieht.
Mein Schubladendenken ist hier sehr ausgeprägt, obwohl ich es versuche stark zu vermeiden und mich darauf zu besinnen, dass jeder Mensch seine Geschichte mit sich trägt und ich es mir nicht erlauben darf, sofort zu urteilen. Immer wieder merke ich, wie sich meine Muskeln entkrampfen, wenn die Zusteigenden schnell an mir vorbei gehen und sich auf einen Platz niederlassen.

Obdachlose Menschen im Zug?

Gestern war es wieder soweit. Ich nutzte die Bahn um auf eine Messe zu fahren. Die Zugfahrt am frühen Morgen war sehr entspannt, jedoch die Rückfahrt brachte mich zum Nachdenken. Zum Glück hatte ich eine tolle Begleitung bei mir und ich war nicht allzu verkrampft.

Wir platzierten uns auf einen Vierersitz um vorerst die schweren Taschen auf die freien Plätze abstellen zu können. Als der Zug voller wurde machten wir natürlich Platz für andere Mitfahrer. Ein Mann setze sich zu uns, der ein paar Tropfen seines Bieres aus der Dose auf meiner Hose verteilte. Ich ignorierte den Vorfall, doch vom folgenden Gespräch kam ich nicht mehr los. Er erzählte von seiner kleinen Rente und was er wöchentlich zum Leben übrig hatte. Verlegen sah ich auf meine volle Messeeinkaufstüte und bekam ein schlechtes Gewissen.

Als der Zug ein weiteres Mal hielt, stieg ein Mann mit großen Plastiktaschen hinzu. Nervös lief er von Mülleimer zu Mülleimer und sammelte die Pfandflaschen ein. Erneut überkam mich das Schamgefühl als ich auf meinen Einkauf sah in dem doch mehr oder weniger Luxusartikel verstaut waren.

Dann jedoch passierte etwas, was mir die Kehle zuschnürte. Eine Frau, schätzungsweise Mitte 40 stieg hinzu und bat um Gehör: „Ich bin obdachlos und benötige ein paar Cent um heute Nacht den Notschlafplatz zu finanzieren, zusätzlich möchte ich mir gerne etwas zu Essen kaufen. Hat jemand etwas Geld übrig?“
Ohne nachzudenken griff der Bierdosenmann mit seiner kleinen Rente in seine Hosentasche und auch ich zückte meine Geldbörse.
Die Frau ging durch das Abteil und sammelte ein paar Euro zusammen und verließ den Zug.

Das Schicksal der Obdachlosen – wir sollten nicht urteilen

Mir wurde erneut bewusst, wie gut es mir geht. Das ich nicht darüber nachdenken musste, ob ich mir ein Brötchen leisten kann oder wo ich heute Nacht schlafen muss.
Ich erinnerte mich an meine Besuche beim KIM oder Bahnhofsmission. Obdachlose nehmen des Öfteren Alkohol zu sich und noch schlimmer, einige von ihnen sind harten Drogen verfallen. Hier geht es nicht mehr darum, dass ich mit meiner Spende ihren Drogenkonsum unterstütze, hier geht es um Menschenwürde und die erste Hilfe einen Schlafplatz zu finden oder etwas zu Essen zu bekommen.
Diese Menschen haben zumeist ein Schicksal, dessen wir uns nicht bewusst sind. Das Urteilen, was mit unserer Geldspende finanziert wird, kann ich mir nicht erlauben. Wichtig ist, dass dieser Mensch die Hilfe bekommt, die er gerade benötigt. Jegliche weitere Schritte zu einem Weg in ein besseres Leben, übernehmen Organisationen wie die Bahnhofmission oder andere Einrichtungen.

zugfahrt

Warum „starke Menschen“?

Der Mann, der die Pfandflaschen sammelte, die Frau, die nach einer Spende fragte, der Mann mit seiner kleinen Rente der etwas abgab,…, sind Menschen, die aus Verzweiflung handeln, sind Menschen die die Armut kennen. Sind sie stark oder verzweifelt? Diese Frage stelle ich mir und finde keine Antwort.
Sie sind stark, weil sie sich nicht schämen über ihr Schicksal zu sprechen. Sie sind stark, weil sie überleben wollen und hoffentlich sind sie so stark um weitere Hilfe anzunehmen um irgendwann wieder in das Leben zurück zu kehren, in dem ich mich befinde.

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44 Kommentare zu “Starke Menschen – trifft man auch im Zug

  1. Das hast du sehr gut geschrieben. Ich fahre nur öffentlich, daher kenne ich solche Situationen. Manchmal ist es gedanklich eine Gratwanderung. Meine Emotionen gehen von Mitgefühl, Mitleid, Respekt aber auch Angst so ziemlich alle Nuance durch. Das bleibt nicht aus wenn man im Monat so viele Stunden in der Bahn oder auch U-Bahn verbring. Jeder Tag ist anders und alle haben eine eigene Geschichte.

    Liebe Grüße zu dir 🙂

    1. Liebe LoveT,
      alleine meine Erfahrungen, die ich gestern machte, haben mich sehr zum Nachdenken gebracht.
      Ich kann mir sehr gut vorstellen wie dir es dir täglich geht und wüsste gar nicht, wie ich damit am Besten umgehen sollte.
      Liebe Grüße zurück!

  2. Starker Text! Ich finde es auch immer blödsinnig, wenn argumentiert wird, dass Obdachlose das Geld sowieso gleich vertrinken. Wenn man keinen Euro übrig hat, soll man´s halt lassen, aber zu erwarten, dass das gespendete Geld dann bitte auch „vernünftig“ verwendet werden soll, ist irgendwie egoistisch, so als ob man nur spendet, wenn man sich dann rühmen kann, etwas Gutes bewirkt zu haben o.O

    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

    1. Hey,
      ich gebe dir absolut Recht. Manche spenden auch Nahrungsmittel oder Bekleidung. Aber in einer solchen Situation wie gestern, war das Geld eben das Nötigste was gebraucht wurde.
      Ich finde es sehr gut, dass du die gleichen Gedanken hegst wie ich!
      Liebe Sonntagsgrüße!

  3. Danke für das Teilen Deiner Erlebnisse. Ich kann es absolut gut nachvollziehen, wie es Dir ergangen ist. Und entsprechend stimme ich Deiner Schlussfolgerung zu. Es handelt sich hier auf jeden Fall um starke Menschen, denn sie sprechen für sich, obwohl sie wirklich in sehr schwierigen Lebensumständen leben.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

    1. Liebe Rena,
      siehst du, ich habe mit mir gehadert, aber ja, solch einen Mut aufzubringen und zu öffentlich zu sagen, was man braucht finde ich schon heftig und auch andererseits verzweifelt.
      Liebe Grüße an dich!

    1. Liebe Alex,
      ich bin eher selten so unterwegs und habe mir aber heute sagen lassen, dass das des Öfteren in öffentlichen Verkehrsmitteln vorkommt. Ich glaube, ich würde mir jeden Abend Gedanken machen, wenn ich das öfter erlebe.
      Liebe Grüße!

  4. Um ehrlich zu sein, bin ich schockiert. In der Bahn habe ich so was bisher nicht erlebt, nur drum herum. Bei uns ist die Bahnhofsgegend mittlerweile ja zum echten Problem geworden… und ich bin immer froh, wenn ich dort heil vorbei komme. Für mich macht es irgendwie einen Unterschied, wofür Geld und Spenden gebraucht werden… Wenn mich jemand höflich anspricht, gebe ich gerne. Wenn ich aber schon von Weitem unangenehm angepöbelt werde, dann nicht. Alkohol und Drogen machen leider aus den wenigstens gute Menschen, unabhängig davon, wie sie in diese Situation gekommen sind.
    Liebe Grüße an dich

    1. Hey Melli,
      ich kann dich gut verstehen- auch der Bahnhof in meiner Nähe ist eher zu meiden. Ich gehe dort auch sehr schnell vorbei.
      Die Dame, die nach Geld bat, tat es sehr höflich und ich fand es sehr sehr mutig.
      Natürlich sind Drogen keineswegs der richtige Weg, jedoch brauchen die Menschen Hilfe und ohne Geld bekommen sie keine Unterkunft und ohne Unterkunft keine weiteren Angebote der Hilfe und ohne Geld müssen sie zur Not klauen, was alles noch schlimmer macht.
      Ein Teufelskreis, der sehr schwer zu unterbrechen geht, leider.
      Liebe Grüße!

  5. Dass jemand in der Bahn Pfandflaschen sammelt, habe ich auch schon erlebt. Es ist schon erschreckend, wie groß die Lücke zwischen arm und reich mittlerweile klafft. Leider sind nicht alle so freundlich wie Deine Begleitung im Zug.

    Liebe Grüße Sabine

    1. Liebe Sabine,
      ich habe das Pfandflaschen sammeln bisher nur an anderen Stellen beobachtet und war ganz erstaunt welche Ideen diese Menschen haben müssen.
      Ja, Arm und Reich- die Kluft wird immer größer :(.
      Liebe Grüße!

    1. Danke Perdita.
      Ich musste einfach hinsehen. Vielleicht kommt es durch die ganzen Besuche in den Einrichtungen und die Dankbarkeit bei Hilfe, die ich erleben durfte.
      Liebe Grüße!

  6. Ein sehr bewegender Post, der zum Nachdenken, zum Überlegen, zum Mitfühlen anregt und ein sehr wichtiges Thema in unserer Gesellschaft anschneidet.
    Da ich eher selten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, erlebe ich zwar solche Situationen nicht so oft, aber sie sind für mich ein zweischneidiges Schwert. Wenn ich durch das Bahnhofsgelände gehe und es wird mir richtig der Weg blockiert und aggressiv nach Geld verlangt, dann habe ich Probleme, für diesen Menschen Mitgefühl aufzubringen – ja, in solchen Momenten habe ich meist auch leichte Angstgefühle. Wenn jemand jedoch freundlich bittet, dann sieht die Situation gleich ganz anders aus.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag und alles Liebe Gesa

    1. Liebe Gesa,
      mich hat die Zugfahrt auch wieder zum Nachdenken angeregt und das höfliche Bitten um Hilfe empfinde ich als sehr mutig.
      Besser als zu klauen oder zu pöbeln.
      Liebe Grüße!

  7. Das mit der Angst im Zug kenne ich zugut: Vor knapp 30 Jahren fuhr ich mit der Bahn nach Hamburg, abends – im dunklen… Ich saß damals mit meinem kleinen Sohn alleine in einem Abteil, lehnte mit dem Kopf an der Scheibe als ein betrunkener Mann versuchte, zu uns ins Abteil zu gelangen. Es gelang ihm zum Glück nicht und ich stieg seitdem nie mehr in einen Zug.
    Dein Artikel lässt auch mich nachdenken, ob man das nächste mal nicht doch den einen oder anderen Euro einem Bedürftigen zukommen lassen sollte…

    1. Liebe Christa,
      danke für deinen Erlebnisbericht. Das muss schrecklich gewesen sein.
      Schön, dass ich dich zum Nachdenken bringen konnte.
      Liebe Grüße!

  8. Ich finde, der Satz „jeder Mensch trägt seine Geschichte mit sich“ sagt schon sehr viel. Auch ich denke in manchen Situationen in Schubladen, das lässt sich oft nicht vermeiden, es geschieht automatisch. Allerdings komme ich immer wieder zu dem Satz, den du geschrieben hast. Alle Obdachlosen haben eine Geschichte, die sie dazu gebracht hat, wo sie heute sind. Und die ist bestimmt nicht schön. Ich finde es toll, dass es Menschen gibt, die ihre Freizeit damit verbringen, zu helfen. Ich habe persönlich nie aggressive Obdachlose getroffen, meistens sind sie sehr ruhig und nett. Ich bin aber auch nicht sehr viel an Bahnhöfen unterwegs, treffe sie meist in der Stadt.

    1. Hey Vesna,
      danke für deinen Beitrag dazu und das du mir zustimmst.
      Es ist wirklich nicht einfach hier das Schubladendenken abzulegen und objektiv zu bleiben.
      Ich selber habe auch noch die aggressive Menschen in Not getroffen. Eher Dankbare!
      Liebe Grüße!

  9. Über solche Gewinne kann man sich nur freuen =) Hoffentlich kommt mein Müller Gewinn schon die Woche, möchte ihn auspacken *lach*.

    Ein sehr schöner Post, toll geschrieben.
    Man sollte wirklich nicht zu schnell urteilen, aber so is der Mensch leider meist.
    Ich hab mal vor 3 Jahren in Köln einem Obdachlosen eine Wurst-Semmel gekauft, weil er im Müll nach Essen gesucht hat. Das hat mich so bewegt, dass ich gesagt habe er soll kurz mitkommen. Einige haben mich komisch angeschaut, aber ich meine das waren keine 2€ und er hatte was ordentliches zu essen.
    Vor allem in Großstädten an den großen Bahnhöfen trifft man viele solcher Menschen, schade dass man nicht allen helfen kann. Und auch schade, dass es ein paar schwarze Schafe gibt, die eben so ein schlechtes Bild auf alle werfen.
    Liebe Grüße und dir auch eine schöne neue Woche

    1. Hey Yasmina,
      deine Geschichte dazu finde ich super. Es muss auch nicht immer Geld sein. Schon alleine etwas zu Essen ist sehr viel Wert!
      Schwarze Schafe gibt es wohl leider überall :(.
      Liebe Grüße!

      1. Sehe ich auch, ich finde sowas sogar meist besser als Geld, weil oft weiß man ja auch gar nicht was mit dem Geld passiert.
        Das stimmt, die gibt es wirklich überall, egal in welchen Bereichen, ob arm oder reich.

        Puh weiß ich gar nicht mehr, is ja auch schon wieder 2 Wochen her 😀 Hatte da meinen Geburtstags-Rossmann-Einkauf gepostet *lach*. Dankeschön =)

  10. Ich finde Zugfahren eigentlich auch sehr bequem. Gerade für die Freizeit habe ich oft keine Lust da auch noch ins Auto zu steigen und nehme lieber den Zug. Da kann man auch super noch ein bisschen was schreiben. 😉
    Allerdings sind die Zustände zum Teil wirklich besch****. Sauberkeit usw sind eh so eine Sache, aber nebst den Verspätungen habe ich leider auch oft das Personal als wirklich unverschämt erlebt! Als bei mir mal ein Zug ausfiel, bin ich also in den nächsten gestiegen. Dort wurde mir dann allerdings (und ich wurde so richtig vor allen zusammen geschrieen) vorgeworfen ich würde lügen und der Zug wäre gefahren! Noch dazu hatte ich eh ein ICE Ticket und war dann im Regionalzug unterwegs. Ich habe überhaupt nicht verstanden was das sollte, aber es gab echt ein riesiges Drama… So was nervt am Zugfahren extrem!

    1. Hey Christine,
      auch ich habe das Personal als eher unfreundlich empfunden, aber versucht mich in deren Lage zu versetzen. Sicherlich sind einige Mitreisenden auch nicht einfach.
      Aber was dir passiert ist geht so mal gar nicht! Ich bin entsetzt!
      Liebe Grüße!

  11. Ich kann mich sehr gut in deine Lage versetzen. Ich fahre auch eher selten Zug, weil ich mich ebenfalls unwohl fühle, insbesondere wenn ich allein bin. Mit meinem Auto kann ich schalten und walten, wie ich mag und entgehe möglichen unangenehmen Situationen bewusst. Weitere Strecken bevorzuge ich allerdings auch mit dem Zug. Ich war vergangenes Jahr mit dem Zug in Berlin und dort hatte ich auch das ein oder andere Erlebnis. Die Schicksale dahinter sind leider schlimm und ich finde es toll, dass du darüber berichtest.

    LG Christine

    1. Hey Christine,
      genau, ich fahre auch lieber im Auto, aus dem gleichen Grund wie auch du.
      Nachdem ich den Artikel schrieb, bekam ich auch privat einige Reaktionen darauf. Was ich erlebt habe, ist wohl leider Alltag :(.
      Liebe Grüße!

  12. Das hast du sehr gut geschrieben und ich fahre täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln man sieht sehr viel. Genau auch deswegen weil es so viel Leid auf der Welt gibt, möchte ich nicht mehr wahllos einkaufen und dann liegt es eh nur zu Hause herum.
    Ich kann nicht jeden unterstützen und mit meinem geringen Gehalt als Teilzeitkraft bleibt nicht viel übrig, aber ich spende dann dem Frauenhaus Gewand von meiner Kleinen Tochter, Spielsachen und manchmal auch Gewand von mir und ich sag dir die Betreuerinnen freuen sich jedes Mal riesig darüber und mir geht es dann richtig gut danach, denn so kann ich etwas denen geben, die es notwendig brauchen. Im Kindergarten z.B. Ist 1-2x im Jahr eine Aktion wo Seifen, Shampoos, Zahnpasta usw. gesammelt werden für die Obdachlosen, da mache ich natürlich auch mit, denn ich habe genug Kosmetikkram und es wird auch benötigt. LG und schönen Tag – Babsi

  13. Hey,
    ich stimme dir absolut zu. Es müssen nicht immer Geldspenden sein. Auch ich spende Bekleidung. Beautykram habe ich mal mit Hilfe der Checkerin an eine Organisation gespendet. Wir sammelten von vielen Bloggern Goodies zusammen und die Dankbarkeit war unfassbar.
    Ich finde es toll, dass du dich so engagierst!
    Liebe Grüße an dich!

  14. Huhu Jenny,
    ein sehr bewegender Bericht.
    Früher bin ich auch viel mit dem Zug bzw. Bus gefahren heute nicht mehr.
    Das Leid vieler Menschen ist leider heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Zahl wird wohl in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen, solange sich in der Politik nichts ändert.
    Ich finde die Menschen „sehr stark“ und auch „verzweifelt“ da sie sich trauen andere Menschen anzusprechen.
    herzliche Grüße Diana

  15. Sehr, sehr toll geschrieben!!!
    Das Thema beschäftigt mich auch immer wieder. Mal mehr, mal weniger.
    Generell bin ich der Meinung, dass jeder helfen sollte!
    Ich mag es aber nicht Geld zu geben. Eben aus dem Grund, dass davon Alkohol oder Drogen gekauft werden könnten.
    Was ich aber wirklich gerne mache ist, etwas zum Essen kaufen oder einen warmen Kaffee oder irgendetwas in der Art.
    Die strahlenden Augen jede Mal sind einfach unvergesslich und rühren mich immer wieder zu Tränen.

    Danke, für diesen tollen Beitrag liebe Jenny :-*

    1. Hey,
      ich finde es auch super, wenn man etwas zu Essen oder etwas warmes zu Trinken kauft- das mache ich auch ab und zu.
      Aber auch Geld finde ich okay, wenn ich es Ihnen nicht gebe, dann steigt die Beschaffungskriminalität evtl. und das wäre auch nicht optimal.
      Nur wo soll man ansetzen?- In den Notübernachtungen wird die Hilfe angeboten und dort sind die Menschen schon einmal an der richtigen Stelle :).
      Liebe Grüße an dich!

  16. Ich fahre vielleicht im Jahr 2-4 mit den öffentlichen Verkehrsmittel, mein Mann jedoch fährt jeden Tag ( seit 15 Jahren) nach Frankfurt und da begegen ihn viele Menschen und hat schon alles miterlebt. Besonders Abends sitzen bei ihm auch Menschen, die am Existenzminimum leben im Zug. Manache sind nett und mache sind richtig aufdringlich. Lg Tina-Maria

    1. Hey,
      ich glaube das sehr gut. Es ist bestimmt sehr viel was dein Mann erlebt. Ich wüsste nicht, wie ich auf die Dauer damit umgehen sollte.
      Liebe Grüße!

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