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Gemeinsam sind wir stark – Spenden für die Bahnhofsmission

Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich schon länger, beruflich, wie auch privat, mit der Bahnhofsmission in Paderborn zusammen arbeite. Hierbei geht es beruflich um ein Projekt, welches wir „Mission Bahnhof“ benannt haben. Wir führen die Jugendlichen an das Ehrenamt heran und zeigen auf, wie man mit kleinen Dingen große Freude bereiten kann. Wir erweitern den Horizont indem wir ganz nah mit Obdachlosen in Verbindung treten und hier versuchen, den Menschen in Not zu helfen.


Mission Bahnhof – wie helfen wir?

Unsere Schüler sammeln unter anderem Pfandflaschen, backen und verkaufen Kuchen, von dessen Erlös Schlafsäcke oder Bekleidung für die Obdachlosen gekauft und gespendet wird. Wir rufen zu Kleiderspenden auf und backen zu Weihnachten Plätzchen, die dann an die Obdachlosen von der Bahnhofsmission ausgegeben werden. Zudem ist es immer möglich, dass die Jugendlichen ein Praktikum absolvieren können um einen Einblick in die Arbeit der Bahnhofsmission zu erhalten.


Mission Bahnhof – ein prägendes Projekt

Das Feedback der junge Erwachsenen ist oftmals genau das, was ich mir von diesem Projekt erhoffe: Nachdenklichkeit und der Wunsch, mehr helfen zu können. Das Engagement ist hervorragend, jeder möchte etwas dazu beitragen und die Ideen sprudeln jedes Jahr aufs Neue- wie können wir uns einbringen und welche Möglichkeiten haben wir noch nicht ausgeschöpft.
Dabei möchte ich betonen, dass es immer wieder Menschen gibt, die verständnislos auf Obdachlose herabsehen. Das Sozialsystem in Deutschland ermöglicht doch jedem eine Unterkunft. Wir sensibilisieren hier sehr stark, denn wir haben kein Recht über eines Menschen Schicksal zu urteilen. Das Leben eines Menschen geht manchmal unergründliche Wege und den Weg in die Obdachlosigkeit beschreitet man schneller als man vermutet. Doch genau hier ist es unsere Aufgabe, ohne Urteil heranzugehen und die menschlichen Bedürfnisse: Nahrung, Bekleidung und einen warmen Platz zum Schlafen, zu decken.
Wenn das in unseren Köpfen angelangt ist, wird das Projekt und unsere Unterstützung ein Erfolg und wir leisten einen kleinen Beitrag für das Wohlbefinden derjenigen, die kein Dach über dem Kopf haben.

Frau Bergmaier, Jenny Plappert


Wie entstand die Projektidee?

Ich bin immer bestrebt den jungen Menschen n einen Einblick in die soziale Arbeit zu gewährleisten. Hierzu lud ich vor drei Jahren Frau Bergmaier, die Leiterin der Bahnhofsmission Paderborn, ein. Sie berichtete mit beeindruckenden Bildern über die Arbeit und das Ehrenamt der Bahnhofsmission. Schnell erkannten wir, dass sich die Organisation ebenfalls von Spenden finanziert und auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen ist.
Die Arbeit bezieht sich im Groben auf die Hilfestellung für Reisende. Ein-und Ausstiegshilfen, Begleitung von Zugfahrten für Menschen mit Einschränkungen, finanzielle Hilfe bei verlorenen Tickets, aber auch Hilfe für Menschen in Not. So treffen sich täglich Obdachlose im kleinen Gebäude der Paderborner Bahnhofsmission um sich aufzuwärmen und etwas zu Essen und Trinken zu erhalten. Die Mitarbeiter leisten auch seelische Hilfe, vermitteln weiter und geben Bekleidung, Decken, Schuhe und Schlafsäcke aus.
Aus diesem Vortrag heraus entstand der Wunsch der Jugendlichen einen Teil zur Hilfe beizutragen. Die „Mission Bahnhof“  führen wir seither in enger Zusammenarbeit mit Frau Bergmaier durch.


Privates Engagement – eine fleißige Strickerin

Auch privat versuche ich das Projekt ein wenig anzuschieben. Eine liebe Rentnerin strickte im vergangenen Jahr unzählige Socken für die kalten Wintertage, die von der Bahnhofsmission verteilt wurden. Dabei möchte ich betonen, dass die Rentnerin 80 Jahre alt ist und eine hervorragende Arbeit mit der Handarbeit leistet! Wer schon einmal gestrickt hat, weiß wie mühsam es ist.
Die Wolle für die Socken finanzierte sie selber!


Neue Wolle wurde nun von Lenzing Handarbeitsstudio gespendet – Socken für Obdachlose

Durch meine Kontakte zu Unternehmen, die ich durch das Bloggen pflege, konnte ich einen Sponsor für die Wolle gewinnen. Das Team von Lenzing Handarbeitsstudio, welches seinen Sitz in Lengerich hat, war sofort begeistert, als ich die Idee aufbrachte und um Wollspenden bat. Das soziale Engagement des Teams wurde sogleich sichtbar. Die Begeisterung, dass eine Oma Socken für Obdachlose strickt entfachte und ich erhielt unmittelbar einen großen Karton Wolle, der an die Strickerin weiter geleitet wurde.


Die Übergabe der unzähligen Socken

Die Großmutter strickte über vier Monate fleißig bis zu 40 Socken! Als ich die Sockenpaare in einer großen Tüte erhielt ging mein Herz auf. So viel Arbeit, so viele Socken! Eine Meisterleistung!
Auch das Team Lenzing zeigte große Freude über das Ergebnis. Die Socken überbrachte ich zeitnah an die Bahnhofmission in Paderborn. Frau Bergmaiers Augen leuchteten vor Freude, denn nun sind warme Füße der Obdachlosen für den kommenden Winter sichergestellt.


Gemeinsam sind wir stark!

Die Jugendlichen, die liebe Rentnerin, das Handarbeit Lenzing Team und Frau Bergmaier sowie ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter, sind alles Menschen die sich sozial engagieren, denen es wichtig ist unsere Welt ein klein wenig besser zu machen, die gerne helfen und ein Lächeln auf das Gesicht des Menschen in Not zaubern.
Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für den unermüdlichen Einsatz, für die Spenden und für die Handarbeit.

Seid ihr auch stark?

Ich möchte euch mit meinen Erfahrungswerten und der Projektumsetzung zeigen, dass wir mit kleinen Mitteln großes bewirken können. Vielleicht findet ihr auch Freude daran euch zu engagieren. Es kostet nur ein wenig Zeit und Freude an dem was wir tun.

Spendet ihr auch ab und zu?
Was sagt ihr zu solchen Projektideen?

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33 Kommentare zu “Gemeinsam sind wir stark – Spenden für die Bahnhofsmission

  1. Liebe Jenny,

    eine ganz wundervolle Aktion! Uns geht es so gut, da tut es nicht weh, ein wenig zu spenden. Ich unterstütze gerne diverse Hilfsorganisationen. 🙂

    Herzliche Grüße – Tati

  2. Jenny!
    Schöne Aktion von dir. Ich liebe es, wenn man sich ehrenamtlich engagiert und Projekte unterstützt. Ich muss die Tage auch ein Projekt unterstützen 🙂 Denke, es wird das Welthaus in Bielefeld sein.

    LG, Alexandra

  3. Liebe Jenny, ich finde es einfach toll, was Menschen Großartiges leisten, ohne dabei an sich selbst oder an eine Gegenleistung zu denken. Dabei ist es sicherlich auch wichtig, bereits Jugendliche oder auch Kinder ins Boot zu holen und dafür zu begeistern. Dies ist besonders dann gegeben, wenn ein unmittelbarer Kontakt besteht, wenn ein richtiger Bezug geschaffen wird. Daher ganz großes Lob an deine Jugendlichen, aber natürlich vor allem an, dass du hier die Organisation übernimmst, die Verbindungen herstellst und dich auch an den Arbeiten selbst beteiligst. Damit bist du den anderen ein wirklich gutes Vorbild.
    Hab ein wunderbares Wochenende und alles Liebe

    1. Liebe Gesa, danke für dein Lob :). Und eigentlich ist es gar nicht so viel Arbeit :), es ist einfach ein wunderbares Zusammenspiel von Menschen die gerne etwas zum Wohl der Anderes beitragen möchten und das klappt dann Hand ist Hand sehr gut :).
      Die Jugendlichen sind meistens voll bei der Sache, umso mehr Freude bereitet es mir.
      Dir auch ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße!

    1. Oh das kann ich mir sehr gut vorstellen- eine tolle Idee. Ich habe früher mal Kastanien und Eicheln fürs Wild gesammelt, aber das ist lange her.
      Liebe Grüße!

  4. Der Avocado Burger war auch echt gut =) Is auf dem Bild der Schwarze, den haben wir daheim gemacht.

    Ein toller Post mit einem schönen Projekt =)
    Ohja Stricken is echt mühsam 😀 Hab vor 4 Jahren oder so mal wieder gestrickt und echt ewig gebraucht bis meine damalige Handysocke fertig war xD Bzw. ich habs irgendwann auch nur noch halbherzig gemacht haha.
    Danke dir auch einen guten Start in die neue Woche =)

  5. Liebe Jenny,

    Du bist wirklich ein richtig guter Mensch, der nicht nur redet, sondern auch handelt.

    So konsequent wie du das Projekt durchführst, bin ich nicht. Wenn es jedoch zu helfen gibt, kann ich nicht nein sagen. Vorgestern saß ein wirklich alter und in Lumpen gehüllter Mann in der Ecke vor dem Rewe. Er hat nichts gesagt, hatte nur so einen leeren Blick. Da habe ich ohne zu zögern mein Portemonnaie aufgemacht und ihm 10 Euro gegeben. Er hat nicht geantwortet, das Geld aber genommen. Ich weiß nicht, was er damit machen wird. Aber es war mir egal. Vielleicht denkt er auch: Ich muss in meinem Alter noch von Almosen leben – ich habe keine Ahnung. Oder wenn Jemand ein Schild hat, worauf steht: Ich habe Hunger. Da weiß ich, wo mein Geld landet. Aber ich gehe los und kaufe ihm eine Wurst oder ein belegtes Brötchen und etwas zu trinken. Und eigenartigerweise hat noch Niemand diese Sachen abgelehnt.

    Das ist halt meine Art, sporadisch dabei zu sein.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Liebe Sabine,
      danke für die Blumen!
      Ich sehe aber auch an dir, dass du etwas mit einem guten Gewissen und ohne viel nachzudenken tust und das finde ich total super von dir!
      Liebe Grüße!

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