Wie peinlich

Ich lasse mich gerne von anderen Bloggern inspirieren. Dieses mal hat es Gesa geschafft mich zum Nachdenken zu bringen bzw. einige Dinge in meinem Kopf Revue passieren zu lassen, Sie schrieb kürzlich einen Beitrag zu: oh wie peinlich, nachzulesen hier: Oh wie peinlich.

Ich möchte in meinem Beitrag ganz offen zu euch sein und ein paar Situationen schildern über die ich heute lachen kann, aber zur Zeit des Geschehnisses am Liebsten im Boden versunken wäre.


Im wie vielten Monat bist du?

Sicherlich kennt ihr das: ihr habt eine Person sehr lange nicht gesehen und trefft diese zufällig wieder. Wie mir geschah im Bus… kam ich mit einer alten Bekannten ins Gespräch, die ich sicherlich schon fünf Jahre nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte. Schnell wurde mir klar warum: Sie hatte geheiratet, war umgezogen, ein Haus gebaut und nun trug sie ganz offensichtlich den Nachwuchs im Bauch. Ich freute mich für die Bekannte und gratulierte ihr, zusätzlich mit der Frage: „Wann ist es denn soweit?“
Ihr Gesichtsausdruck wandelte sich von nett auf zornig. Falten zierten ihre Stirn und sie schnaubte geradezu beim Antworten: „Das Kind ist schon ein Jahr alt!“
Nun konnte ich ja nicht mehr sagen: hey… super… du siehst trotzdem noch schwanger aus sorry… was blieb mir anderes übrig als mich höflich zu entschuldigen und zu hoffen, dass die alte Bekannte bald aus dem Bus steigen würde. Die darauffolgenden Minuten wurden bis zum Ausstieg sehr lang und schweigend.


Du hast das was verloren

Liebe jüngere Mädels, tatsächlich gab es mal eine Zeit, in der Taschen eher zum Störfaktor gehörten, wenn man ausging. Etwas rocken, etwas trinken und mit Freunden durch die Straßen ziehen ging auch ohne viel Krims Krams und große Taschen waren einfach unangenehm. Man stopfte sich damals sämtliche Utensilien für den Abend in die Hosen- und Jackentaschen. Bundeswehrhosen taten ihr Übriges.
Eines schönes Abends stieg ich voller Elan und Freude auf den bevorstehenden Abend mit Freunden, in den Bus und verstaute, nach dem Zahlen für die Busfahrt, meine Geldbörse in meiner Jacke. Unbemerkt, dass ich dabei etwas verlor.
Ein netter Junge kam zu meinem Sitzplatz und hielt mir ein abgepacktes Tampon vor die Nase: „Das hast du gerade verloren.“ Mir stockte regelrecht der Atem und ich bemerkte, wie mein Gesicht von kalt auf heiß wechselte und ich rot anlief.
Na gut… vielleicht wären Handtaschen damals doch praktischer gewesen?


Der hübsche Junge auf der gegenüberliegenden Seite

Fahrradausflüge mit Freunden veranstalteten wir zu Teenie Zeiten des Öfteren. Mitgenommen wurde allerlei Picknickzeugs und Decken. Die Routen legten wir peinlich genau fest und meistens gab es jede Menge Spaß. Auch ich sorgte für einen ganz besonderen Lacher seiner Art.
Vollgepackt radelten meine Freunde und ich zum nächstgelegenem See los. Der Weg führte durch den Nachbarort, vorbei an einer Bushaltestelle auf der gegenüberliegenden Seite, an der ich meinen damaligen Schwarm entdeckte.
Fröhlich fuhr mein Fahrrad von alleine weiter während meine Blicke versuchten die seinen zu treffen. Stattdessen fühlte ich nur einen sehr unangenehmen Aufprall der mich vom Rad riss, welches geradezu vor eine schmale Laterne gefahren war.
Nicht nur meine Freunde, sondern auch der Schwarm brüllten vor Lachen, währenddessen ich mein Fahrrad wieder aufrichtete und ich vor Scham im Boden versank.
Übrigens bin ich diesem Jungen nie zusammen gekommen.


Kennt ihr solche Momente?
Was war euer peinlichster Moment?

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51 thoughts on “Wie peinlich

    1. Ich hatte diesen Moment letztes Jahr. Ich hatte eine Operation die sehr schlecht verlief. Ich sah aus wie im 9 Monat schwanger. Und jeder fragte bekommst du ein Kind deine Tochter ist doch schon groß ?Das ist ja ein Unterschied vom Alter.

      1. Manchen Leuten war das peinlich !!!I
        Ich hatte letztens eine peinliche Situation hab mich auch geschämt .
        Auf einer Hochzeit war ein Fotograf der fragte uns nach der Kamera und bla bla hat total gepasst und sympatisch und er war sehr schön auch die Frau die dabei war 🙂 Ich so ein wunderschönes Paar .Er ist meine Schwester 🙁 schäm…. er sagte passiert ihm ständig .
        Mir war das so unangnehm .Lach

  1. Huhu Jenny
    ??? danke, deine Zeilen haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
    Ich kenne das auch zugut.
    Was ich allerdings verloren habe kann ich hier nicht öffentlich sagen ? schlimmer wie dein Tp. ?zu meinem Glück war es neben meinem Auto und es hat keiner gesehen. Aber der Schrecken sitzt heute noch tief in mir, vorallem im Sommer wenn ich Rock trage ?
    Liebe Grüße Diana

  2. Sehr schön geschrieben! Aber ehrlich: Mir ist so recht nichts peinlich, denn Dinge geschehen. Eines Morgens kaufte ich um 7 Uhr früh ein belegtes Brötchen beim Rewe für die Arbeit. Mir fiel ein: Am Abend musst Du noch auf einen Geburtstag, So stellte ich noch eine Flasche Jack Daniels auf das Band. Die Kassiererin schaute mich etwas irritiert an. Meine Antwort: Ist doch ein lecker Frühstück. Das war Ihr dann peinlich und ich hab mich entschuldigt für die flapsige Äußerung.
    LG Perdita

  3. ?… Ja, die Geschichte mit der „schwangeren“. Ich kenne auch ein Mädchen, ist eine Verkäuferin bei uns um die Ecke. Ich habe sie länger nicht gesehen und dann… och man, ist sie schwanger oder nur etwas molliger geworden? Ich habe die ganze Zeit überlegt, soll ich gratulieren oder nicht. Also habe ich angefangen Fragen (Nachforschungen) zu stellen… wie geht’s deinem Freund? Seid ihr schon verheiratet? Was gibt es Neues bei euch? danach war ja klar.. sie ist nicht schwanger. Ich habe aber auch durchaus peinliche Situationen erlebt. Gehört zum Leben. Liebe Grüße!

    1. Hey Mira,
      ja Peinlichkeiten gehören zum Leben und bei mir gibt es noch so einige mehr, aber ob ich die alle preisgeben möchte :P?
      Ich denke, ich habe mir in der Beziehung schwanger auch angewöhnt, vorher mehr Fragen zu stellen :P.
      Liebe Grüße!

  4. Oh weh, die Laternengeschichte finde ich am fiesesten. Aber solche Geschichten halten auch Freunde zusammen, oder? Mit alten Freunden lache ich heute noch über sowas.

    1. Hey,
      natürlich, am Ende des Tages musste ich auch lachen, aber der Schwarm war nun mal dahin und das war eher unschön- ach ja :).
      Liebe Grüße!

  5. Huhu Jenny,
    hahaha, ja ja, wer kennt sie nicht, diese Fettnäpfchen, bei denen man sich wünscht, es würde sich ein Erdloch auftun, in das man versinken kann. Da gibt’s einige bei mir. 😛
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße – Tati

  6. Dankeschön, finde meine Bestellung auch toll =)

    Die Frage is eher, wer kennt solche Momente nicht 😀 Ich hab mal in der Grundschule meine Lehrerin vor allen anderen Mama genannt, obwohl sie ja gar nicht meine Mama war, aber das war mir damals auch so peinlich xD
    Liebe Grüße

      1. Sie musste schmunzeln und meinte sie is eben Mama von uns allen, aber ich wollte am Liebsten sofort nach Hause xD

        Wahre Worte =) Freue mich auch immer wenn wir was zusammen unternehmen.
        Liebe Sonntagsgrüße

  7. Liebe Jenny, ich freue mich total, dass sich mein Beitrag dazu motiviert hat, uns ein paar Hoppalas aus deinem Leben zu erzählen und uns dadurch ein Lächeln zu entlocken – dank auch für die Verlinkung. Peinlichkeiten kommen bei jedem sicherlich immer mal wieder vor und sind meist im Nachhinein doch witzig, auch wenn sich im eigentlichen Moment leider das berühmte Loch im Boden weder auftut noch finden lässt. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass mit dem Älterwerden auch die peinlichen Situationen weniger werden oder wir ihnen zumindest gelassener begegnen und eher mal über den Dingen stehen können – es wird ihnen einfach nicht mehr so viel Gewicht zugemessen.
    Hab ein wunderbares Wochenende und alles Liebe

    1. Liebe Gesa,
      ja manche Beiträge animieren mich darauf zu „antworten“ :).
      Du hast Recht, je älter man wird, desto gelassen sieht man viele Dinge :).
      Liebe Grüße!

  8. Bei der ersten Geschichte hab ich mit dir mitgefühlt. Wie sich durch ein Missverständnis alles was gut war ins peinliche wenden kann. Das mit dem Tampon passierte glaube ich vielen Mädels, wir gingen damals fast alle mit Tampons in der Hosentasche feiern. 😀

    Liebe Grüße <3

    1. Hey,
      ach ja die lieben Hosentaschen. Ich bin zwar immer noch kein großer Freund von Handtaschen, aber in diesem Falle ist das wohl günstiger :P.
      Liebe Grüße!

  9. Hi Jenny, was Dir mit der vermeintlich Schwangeren passiert ist, hab ich leider genauso verbockt 🙂 Ich denke, bei mir vergeht praktisch kein Tag ohne eine Peinlichkeit – und ich muss selber dann immer am meisten darüber lachen 🙂
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  10. Haha, you made my day, liebe Jenny 🙂
    Ich habe im Blog schon öfter was von meinen Erlebnissen preisgegeben, die durchaus in die Rubrik peinlich passen. Aber was das Schlimmste war?
    Ich war in der 1. oder 2. Klasse und hatte in Rechtschreibung damals eine 1. Dann schrieb ich in „Geburstag“ und mein Lieblingslehrer hat mich damit aufgezogen. Vielleicht kam es mir auch nur so vor, aber mir war es echt peinlich.
    Liebe Grüße
    Karen

  11. Jupp. Dass ich jemand für Schwanger hiel, ist mir bisher schon mehr als einmal passiert. Tja. Schicksaal. Ich habe 40 kg zugenommen in der Schwangerschaft. Und ich glaube 2 Wochen vor der Entbindung hat erst jemand gesagt: „Mensch, Du bist ja schwanger…“. Lach, die hatten wohl alle gedacht, ich sei so fett geworden. Mein alter Chef sagte ganz feinfühlend: „Dass ma fei need so a Bavaria bleim, gai…“.
    Nein. Blieb ich nicht. Denn mit Sport vorher und Sport nachher war der Spuk in einem guten 3/4 Jahr vorbei.
    BG Sunny

  12. Hallo, da sind dir ja schon einige peinliche Sachen passiert *kicher* Puhh… mir fällt so spontan gar nix richtig Peinliches ein wo ich involviert war… muss da nun echt mal drüber nachdenken *lach*
    Ganz liebe Grüsse,
    Janina

  13. Desto älter ich werde, ist mir im Leben nichts mehr peinlich. Früher als Kind bin ich immer gleich rot angelaufen. Doch heute lache ich darüber und da lacht der gegenüber auch. Humor ist der beste Weg 😉

  14. Liebe Jenny,

    in die berühmten Fettnäpfchen trete ich auch zu gern. Dann möchte ich in den Boden versinken. Gerade heute ist mir ein solches wieder in die Quere gekommen. Eine Mutter hat ihr Baby auf dem Arm. Ich war fest der Überzeugung, dass es ihr Kind ist. Plötzlich fängt sie an von der Oma zu erzählen, die den Schatz so sehr gern hat. Irgendwie suggerierte mir mein Gehirn: Was die ist gar nicht die Mutter, sondern die Oma? Ist ja kaum zu glauben. Und mein Mund geht auf und bevor ich es verhindern kann, kommen die Worte: Ach sie sind die Oma des Kleinen? Hätte ich gar nicht gedacht. Die Antwort war – nein die etwas alte Mutter. Mir war das so peinlich und ich habe versucht, mich gekonnt wieder rauszueden. Zum Glück hat es die Mutter leicht genommen.
    Du siehst, Fettnäpfchen warten an jeder Ecke.

    LG Sabine

  15. Oh ja, solche Momente kommen mir bekannt vor. In welchem Monat bist du, das finde ich besonders unangenehm. Zum Glück ist mir das noch nie passiert 🙂

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