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Sonnenallergie – Ursachen – Symptome – Prävention

Ich erinnere mich noch an meinen ersten Urlaub ohne Eltern. Zusammen mit Freunden fuhren wir an die Nordsee zum Campen. Sommer, Sonne, Sonnenschein, zarte 18 Jahre alt und unbedarft, so knallten wir uns mit der guten alten Sonnenschutzcreme aus der blauen Dose in die pralle Sonne. Die Rechnung dafür trug ich noch am gleichen Abend. Meine Beine waren stellenweise, fleckenförmig feuerrot und juckten wie verrückt. Die Fahrt zum Arzt blieb mir nicht erspart der mir Sonnenallergie diagnostizierte und mir eine Creme verschrieb. Die nächsten Tage verbrachte ich im Schatten und versuchte die unangenehmen Schmerzen so weit wie möglich zu ignorieren.
Nach diesem unschönen Erlebnis informierte ich mich über die Sonnenallergie und nahm präventiv Kalziumpräparate und beachtete jegliche Sonnenschutzregeln.


Ursachen einer Sonnenallergie

Verursacht wird eine Sonnenallergie durch UV Strahlen, die zunächst einmal in Form des Sonnenlichts für unseren Körper lebensnotwendig sind, da sie zur Bildung des Vitamin D beitragen.
Doch dringen UVA und UVB Strahlen zu tief und zu lange in die Haut ein, verursachen sie unter anderem folgendes:

  • Schnelle Hautalterung
  • Sonnenbrand
  • Pathologische Veränderungen der Haut (weißer-schwarzer Hautkrebs)
  • Sonnenallergie

Hinweis:
UVB Strahlen sind für Hautkrebs und Sonnenbrand verantwortlich.
UVA Strahlen sind für die Hautalterung und Sonnenallergie verantwortlich.


Symptome einer Sonnenallergie

Da es verschiedene Arten von Sonnenallergien gibt, äußern sich auch die Symptome unterschiedlich. Zumeist jedoch kommt es zu

  • Juckreiz
  • Fleckenartigen Rötungen
  • Quaddeln
  • Kleine Blasen
  • Plattenartige Erhebungen auf der Haut
  • Entzündungserscheinungen


Arten der Sonnenallergie

Man unterscheidet drei verschiedene Arten einer Sonnenallergie bedingt durch verschiedene Auslöser.

  • Lichtdermatosen: Hauterkrankung entsteht durch Einwirkung von Licht
  • Photoallergische Dermatosen: Hauterkrankung entsteht durch Einnahme von Medikamenten, Nutzung von Duftstoffen oder Kosmetika in Verbindung mit UV-Licht
  • Phototoxische Dermatose: Hauterkrankung entsteht durch eine Kombination von Inhaltsstoffen in Kosmetika, Medikamenten oder Pflanzen in Verbindung mit Sonnenlicht


Wie kann man eine Sonnenallergie präventieren?

Das Sonnenlicht ganz zu meiden ist nicht möglich und auch keinesfalls der richtige Weg. Jedoch sollte man im Umgang mit den UV Strahlen einige Regeln beachten welche einen Sonnenbrand und die Gefahr einer Sonnenallergie mindern und bestenfalls vermeiden.

Auf ausgedehnte Sonnenbäder verzichten und gut eincremen
Bevor wir uns den UV Strahlen aussetzen ist es wichtig die Haut mit entsprechend geeignetem Sonnenschutzmittel (zu achten auf die Einstufung des Hauttyps) zu versorgen. Ca. 3 Esslöffel Creme mit dementsprechendem Lichtschutzfaktor benötigt ein Erwachsener um den ganzen Körper damit einzucremen. Dabei ist zu beachten, dass der Eigenschutz unserer Haut durch die Sonnencreme nur einmal verlängert wird. Trotzdem bitte weiterhin nachcremen, da auch durch das Schwitzen der Sonnenschutz zum Teil verloren geht.
Spezielle Sonnencremes gegen Sonnenallergien bieten Marken wie Eucerin, Avéne oder Bioderma. Eine gute Auswahl hierzu findet ihr bei Notino.de.
Übrigens empfiehlt mein Hautarzt Avéne am Meisten.

Die direkte Mittagssonne sollte gemieden werden! Achtung, auch im Schatten existieren die UV Strahlen und auch hier gilt es sich zu schützen.
Übrigens: Wasser erhöht durch die Spiegelung der Sonnenstrahlen die Gefahr der UV Strahlen und belastet bis zu 90% mehr unsere Haut.

Es ist ratsam auf langes Sonnenbaden zu verzichten und unsere Haut in zeitlich kleinen Schritten an die Sonne zu gewöhnen!

Das Tragen einer Sonnenbrille beugt Schädigungen des Auges vor!

Auch Solarien werden mit UV Strahlen betrieben. Wer gar nicht darauf verzichten möchte sollte sich bei der Dosierung Rat holen.

UV Schutzbekleidung kann zum Tragen, gerade am Strand, in Betracht gezogen werden.

Auch für den Schutz der Kopfhaut und Haare ist es ratsam eine Kopfbedeckung zu tragen.

Beipackzettel von Medikamenten sollten gut durchgelesen werden um eine photoallergische oder phototoxische Hauterkrankung zu vermeiden.

Nach dem Aufenthalt in der Sonne ist es ratsam eine gute After Sun Pflege genutzt werden.


Sonnenallergie richtig behandeln

Sobald die ersten Anzeichen einer Sonnenallergie spürbar sind sollte man handeln. Eine effektive Kühlung der betroffenen Hautstellen ist ratsam.
Nach Feststellung des Auslösers der Allergie stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl:
Eine lokale Anwendung von Hydrocortison (Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker).
Die ausgiebige Beratung und Besprechung der Einnahme von Medikamenten, die der Auslöser in Zusammenhang mit der Strahlung sein können, durch den Arzt.
Auch prophylaktische Maßnahmen können durch präventive Mittel eingesetzt werden.


Sonne ohne Reue genießen

Wer unter Sonnenallergie oder empfindlicher Haut leidet und trotzdem die Sonne genießen möchte, sollte eine Beratung eines Hautarztes in Anspruch nehmen um alle Auslöser der Dermatose sowie auch Präventionsmöglichkeiten durchzusprechen und anzuwenden.
Zudem ist es immer ratsam die Sonne mit Vorsicht zu genießen, die richtigen Sonnenschutzmittel zu nutzen und sich natürlich dementsprechend zu bekleiden.
Somit steht dem Aufenthalt im Freien nichts mehr im Wege.

Leidet ihr unter Sonnenallergie?

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29 Kommentare zu “Sonnenallergie – Ursachen – Symptome – Prävention

    1. Hey,
      ja Allergien kommen wann sie wollen. Da ist leider keiner geschützt. Aber man kann ja heutzutage schon gut behandeln oder gar vorsorgen.
      Liebe Grüße!

  1. Oh ja, das kenne ich leider. Bei mir gibt es bei zu viel Sonne juckende Haut mit wasserbläschen, was ich tunlichst vermeide. An den Armen und im Nacken schützt mich davor an besten eine lockere Bluse.

  2. Ob du es mir glaubst oder nicht!
    Ich war schon soviel in der Welt unterwegs 🙏
    Bin ich in Spanien hab ich juckreiz und bläschen an Armen usw.
    Liebe Grüße Margit

  3. Danke für die tollen Tipps! Ich kann das Wort „Sonnenallergie“ bereits in verschiedenen europäischen Sprachen in der Apotheke von mir geben. Ich habe mir in der Mitternachtssonne am Nordpolarkreis genauso Pusteln gehört, wie auf Ibiza. Manchmal reicht es mir, wenn ich mittags lediglich den Müll rausbringe. Am besten vertrage ich Sonnenöle auf der Haut. Und wenn es mal passiert ist, hilft mir ganz normales Kokosöl. Irgendwie wirkt das wohl entzündungshemmend. Ansonsten bin ich für jede Info sehr dankbar
    LG
    Sabiene

    1. Hey Sabiene,
      ohje, da hat es dich ja sehr erwischt! Ich habe damals eben Magnesium hochdosiert genommen- vorbeugend- und mit einer passenden Sonnencreme ging es dann. Allerdings gehe ich auch nie vor 15 Uhr in die Sonne- oder versuche diese so gut es geht zu meiden.
      Liebe Grüße!

  4. Is halt echt ärgerlich =( Seit Dezember drauf gefreut und hätten wir es 2 Wochen später gebucht, hätte es geklappt. Na ja mal sehen ob wir noch Geld vom Flug bekommen oder nicht xD
    Ja wir nehmen es auf jeden Fall nächstes Jahr nochmal in Angriff, wir wollen da schon so lange hin.

    Ein sehr interessanter Post mit super Tipps. Ich habe zum Glück keine Sonnenallergie, kenne aber auch eine Freundin die da sehr aufpassen muss. Is schon echt doof was es alles für Allergien gibt. Kenne auch jemanden mit Erdbeer-Allergie, obwohl sie die total liebt wie ich, aber sie kann max. eine kleine Handvoll essen, danach läuft sie rot an.
    Liebe Grüße

    1. Hey,
      ich muss gestehen, dass ich auch wenn die Grenzen öffnen, gerade nicht nach Schweden möchte- das ist mir bei dem Debakel dort viel zu heikel!
      Wenn Corona mal vorbei ist oder es sich in Schweden beruhigt hat, auf ein Neues!
      Ja Allergien sind im Allgemeinen etwas ganz blödes und können auch wirklich sehr heftig werden, leider.
      Liebe Grüße!

  5. Liebe Jenny, ich habe eigentlich mit der Sonne keine Probleme und diesbezüglich glücklicherweise eine total unempfindliche Haut. Doch auch deswegen finde ich deinen wunderbar informativen Beitrag besonders wichtig, denn gerade wenn man nicht unter einer Sonnenallergie leidet, wird man leicht nachlässig und achtet vielleicht auch mal etwas zu wenig auf den Sonnenschutz. Ich habe hier immer gerne meine Freundin mit ihrer extrem empfindlichen Haut zum Vergleich – wenn ich einen Sonnentag mit ihr verbringe, dann merke ich, wie schnell ihre Haut reagiert und es wird mir wieder bewusst, dass meine Haut doch auch der gleichen Einstrahlung ausgesetzt, auch wenn ich nichts davon merke. Daher war es für mich total interessant, deine detaillierten Ausführungen und Hinweise zu lesen.
    Hab einen wunderbaren Tag und alles Liebe

    1. Liebe Gesa, danke für dein tolles Feedback und ich freue mich sehr, dass dich der Beitrag erneut etwas zur Vorsicht vor der Sonne animiert hat :).
      Liebe Grüße an dich!

  6. Ein super Artikel, ich leide unter Sonnenallergie, immer wenn ich die erste starke sonne ☀️ abkriege, dann bekomme ich einen Ausschlag und der juckt wie die Hölle, ich muss immer brav cremen und das anfangs immer 50 LSF und danach dann 30 wenn ich mich gewöhnt habe. LG babsi

  7. Hallo,
    danke für deinen interessanten Beitrag! Hatte auch schon oft den Eindruck an einer Sonnenallergie zu leiden, jedenfalls krieg ich nach direkter Sonneneinstrahlung gerne juckende Pusteln auf den Schultern und im Brustbereich :-/
    Da ich aber seit Jahren an Nesselsucht leide kann ich das immer schwer abgrenzen was nun was ist…
    GlG,
    Janina

  8. Hallo, seit 20 Jahren habe ich eine Sonnenallergie und auch leider bleibende Flecken auf den linken Oberarm. Bei mit heisst es schon im Februar, dass ich ein Medikament nehmen muss und das bis zum Sommer durch. Liebe Grüße

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