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Das alte Leid> Mietwohnung, Nachbarn und Vermieter

Das alte Leid> Mietwohnung, Nachbarn und Vermieter
Seit einem Jahr nun wohnen mein Mann und ich in einer Mietwohnung mit 3 Zimmern die Anfangs mit Kellermitbenutzung sein sollte, von dem Keller habe ich allerdings bis heute nichts gesehen.
Ich fange mal ganz von vorne an:
Als wir uns die Wohnung ansahen, wohnten hier 2 Studenten. Beim Ansehen sah alles Top aus, klar, es waren auch noch Möbel drin. Der Mietvertrag wurde unterschrieben und der Tag der Schlüsselübergabe kam. Vorsichtshalber kaufte ich etwas Putzutensilien ein. Der Schock war groß, aber fast zu erwarten, nachdem die Studenten die Wohnung „besenrein“ verlassen hatten.

** die Schlüsselübergabe ins absolute Dreckloch **

Einen solchen Dreck habe ich im Leben zuvor noch nicht gesehen. Also los ging es: Putzen. Zum Glück hatte ich Helfer dabei. Als das Gröbste

> (Boden, Fenster und Fliesen) fertig war, ging es ins Bad wo ich mich fast übergab. Angefangen von >„Kackstreifen“ im Klo

> bis hin zu verstopften Abflüssen die ich nur mit Chemie frei bekam.
> Klar mussten neue Duschköpfe her,
> ein neuer Toilettendeckel und ganz klar
>noch mehr Chemie für die Abflüsse.
 So viel gewürgt habe ich im Leben noch nicht. Die Studenten hatten die Wohnung mit Sicherheit in den 3 Jahren, in denen sie dort gewohnt hatten, nicht einmal sauber gemacht.  Zudem war der
>Durchlauferhitzer völlig im Eimer und die
> Wasserzufuhr in der Küche funktionierte auch nicht, sodass auch dort neue Dichtungen eingesetzt werden mussten.
Ich frage mich, ob die Vormieter kalt geduscht und gespült haben und wie das Wasser im Bad überhaupt aus Waschbecken Dusche und Badewanne abgeflossen war?

Weiter ging es mit
> Wänden streichen und ein Zimmer musste von einem
>15 Jahre alten Teppich befreit werden, der absolut gestunken hat! Hier hat der Vermieten zumindest die Materialkosten übernommen!
Ich frage mich heute noch, warum ich nicht gleich bei der Schlüsselübergabe die Mängel angezeigt habe, vielleicht weil ich nur noch mit meinem Mann ein eigenes zu Hause wollte und froh war eine preiswerte und gut geschnittene Wohnung in einer mittelmäßig ruhigen Gegend gefunden zu haben.
Jedoch, wie abgebrüht kann ein Vermieter sein und sich trauen so eine Wohnung zu übergeben?

** die Bodenleisten **



Beim Streichen der Wände war ich so dumm gewesen und habe die Bodenleisten entfernt. Als ich diese wieder dran machen wollte musste ich feststellen, dass die Leisten aus Plastik nicht mehr in die Halterungen zu klicken gingen, da diese auch schon 15 Jahre alt waren und einfach ihre Zeit überlebt hatten. Wieder ein Anruf beim Vermieter und das Bitten um neue Leisten…, das Bitten blieb erfolglos. Man könnte doch die Leisten mit Nägeln festhämmern?!?! Der Versuch scheiterte kläglich. An den sichtbaren Stellen habe ich provisorisch mit Nägeln und doppelseitigen Klebeband die Leisten an der Wand befestigt, aber wenn man genauer hinsieht  sieht es einfach schrecklich aus. Der Vermieter hat sich strikt geweigert neue Leisten zu finanzieren und ich selber bin nicht bereit dazu, vielleicht weil ich auch weiß, dass ich hier nicht ewig wohnen bleiben werde.

** die morsche Balkonumrandung **

Endlich war die Wohnung sauber und einzugsbereit. Der Sommer kam und die Balkonzeit… eines Tages hörte ich ein seltsames knirschen im Holz der Balkonumrandung…, Wespen hatten sich ihr Nest dort gerichtet—, super! Ich musste feststellen, dass die ganze Balkonumrandung morsch war. Ich konnte ohne Probleme das Holz mit bloßen Händen abrechen. Ein Anruf beim Vermieter ließ mich dann noch 2 Wochen warten bis dieser mit Marke Eigenbau den Balkon „sicher“ machte. hierzu muss ich sagen, er hat nicht die ganze Umrandung erneuert, nein, er hat lediglich die Halterungen und die Zwischenbalken erneuert. Der Rest ist immer noch so wie vorher- morsch.  Ich hatte aber keine Lust mehr mich darüber zu beklagen und nahm es erst einmal so hin.
 
** der trocken gelegte Fleck an der Wohnzimmerdecke **
Als wir einzogen beschwichtigte uns der Vermieter, dass ein beunruhigender Fleck an der  Ecke der Wohnzimmerdecke der Rest einer trocken gelegten Nassen Stelle gewesen wäre.  Den Fleck konnten wir auch problemlos überstreichen, bis …., der nächste starke Regen kam und der Fleck plötzlich wieder auftauchte. Nach einigem Hin und Her mit dem Vermieter konnte er uns davon überzeugen, dass die Wände trocken seien und er den Fleck überstreichen würde, was er auch einmal tat. Bis der zweite große Regen kam und der Fleck wieder sichtbar wurde. Ein erneuter Anruf beim Vermieter hatte nur den Effekt, dass er uns mit einem Messgerät die Trockenheit der Wände bezeugte, aber der Fleck??!?! Der ist immer noch da und ich habe auch keine Ambitionen extra weiße Farbe zu kaufen die eine gute Deckkraft hat. Also lebe ich nun mit einem Fleck an der Wohnzimmerdecke.

** der defekte Durchlauferhitzer **

Die Zeit der Wasserzähler und deren Ablesung kam. Komischerweise war genau an diesem Abend die Dusche kalt!!! Nach einem 9 Stunden Dienst freute ich mich auf die heiße Dusche. Anfangs war das Wasser lauwarm, ich seifte mich ein und wartete vergeblich auf wärmeres Wasser, das leider immer kälter wurde bis es ein lautes Knurren in den Leitungen gab. Halb erfroren und gerade das Duschgel vom Körper geduscht kam ich aus der Dusche und probierte alle Wasserhähne in der Wohnung aus um feststellen zu dürfen, dass es nirgendwo warmes Wasser gab. Der Griff zum Hörer des Telefons und wieder ein Anruf zum Vermieter, der mir erst erzählen wollte, dass eine Sicherung rausgesprungen wäre (na so doof bin ich dann auch nicht). Es wurde ein Termin am darauffolgenden Tag zur Reparatur vereinbart, der da hieß> tagsüber. Am Morgen wusch ich meine Haare notdürftig mit gemischtem heißem Wasser aus dem Wasserkocher.
Mein Mann blieb den Tag zu Hause und wartete auf die Reparatur. Als ich am Abend 19.30 nach Hause kam musste ich feststellen, dass unser Vermieter und sein Sohn gerade erst begonnen hatten, den kaputten Durchlauferhitzer (also doch nicht die Sicherung pffft) auszuwechseln. Bis 21.00 hatten die es dann endlich mal geschafft. Absolut genervt ließ ich verlauten, dass ich es eine Sauerei finde den Tag über nicht zu erscheinen, wie eigentlich vereinbart…, stattdessen sich Abends an die Arbeit zu machen, wenn gewöhnlich Feierabend ist. Zudem war mein Mann extra zu Hause geblieben, wie sich ärgerlich weise herausstellte umsonst. und der Vermieter wusste plötzlich nichts mehr davon, dass er zu normaler Tageszeit erscheinen wollte???
Naja immerhin gab es wieder warmes Wasser, zumindest in der Dusche und im Waschbecken…, was mir allerdings erst später auffiel > nicht in der Badewanne!!!

** das lauwarme Wasser in der Badewanne **

wieder ein Anruf beim Vermieter, der mir weiß machen wollte, dass ich die Hähne entkalken musste und das sollte man alle 3-6 Monate machen?! Zudem musste ich später feststellen, dass das heiße Wasser aus meiner neuen Duschbrause ohne weiteres lief, nur nicht durch seinen 15 Jahre alten Wasserhahn. Was soll ich da bloß machen? Einen neuen Wasserhahn kaufen??? Und die zweite Frage: warum sollte gerade ich nach 15 Jahren nicht entkalken damit beginnen? Ich habe schon so viel Geld an Chemie ausgegeben, dass ich Rohre wieder einigermaßen frei bekam.
Mittlerweile habe ich auch hier aufgehört zu diskutieren. Ich gehe einfach nicht mehr baden. pfffft.

** das Carport Problem **

Zu unserer Wohnung mussten wie auch ein Carport Stellplatz mieten der uns 20 Euro pro Monat kostet. Unser Nachbar hat ein sehr großes Auto im Gegensatz zu meinem Mann und der Platz für beide Autos ist so eng, dass man beim Fahrertür öffnen kaum aus dem Auto steigen kann, ohne das andere Fahrzeug anzustoßen. Zur Fahrerseite ist eine Betonwand, das heißt, der Beifahrer hat keine Möglichkeit aus dem Auto zu steigen, wenn das Auto schon im Carport parkt. Hinter dem Carport stehen ca. 3 Meter entfernt die Mülltonnen und an der direkten Ausfahrt vom Grundstück parken jeweils rechts und links noch 2 PKW´s. Ich weiß nicht, ob ich das verbildlichen konnte, aber das ein und ausparken ist immer wieder eine Herausforderung. Ich parke in einer Seitenstraße, weil ich selber mit meinen Frauenparkkünsten dort keinesfalls rein und rauskommen würde. Zudem habe ich meinen Mann schon oft genug kurbeln sehen und beinahe hat er sich schon den Spiegel an einem anderen PKW abgefahren. Die Situation würde anders aussehen, wenn die Mülltonnen dort nicht ständen und eines der parkenden Autos an der direkten Ausfahrt. Außerdem möchte ich gar nicht aufzählen wie oft die Ausfahrt zugeparkt wird. Im Notfall hat man einfach Pech gehabt? Es gibt auch kein Schild: Ausfahrt freihalten…, für die Jenigen, die es von sich aus nicht wissen, dass meine eine Ausfahrt nicht zuparkt.
Wieder ein Anruf beim Vermieter. Nein ein Anruf??? Ich möchte sagen 10 Mal habe ich ihn auf den AB gesprochen, das Problem geschildert mit der Bitte um Rückruf, bis ich letztendlich mit einem Schriftsatz drohte. Endlich rief die Tochter des Vermieters an und sagte: Wir warten schon wieder auf den nächsten Anruf von Ihnen. Da ist mir förmlich der Kragen geplatzt und ich musste ich erst mal erklären, dass sie froh sein kann, dass wir die Wohnung von einem Saustall in eine Bewohnbares Domizil hergerichtet haben und dass meine Anrufe und Bitten um Reparaturen bisher immer gerechtfertigt waren.
Zurück zum Carport Problem. Die Antwort des Vermieters lautet: Es gab 10 Jahre damit keine Probleme und man könnte sich nicht vorstellen warum gerade jetzt es welche geben würde. Es wurde auch schon bei anderen Parkteilnehmern nachgefragt und Jeder sei bereit etwas zusammenzurücken. Was das Problem allerdings nicht löst. Am liebsten würde ich den Stellplatz von der Miete abziehen und einfach dort nicht mehr parken, aber darauf lässt sich der Vermieter nicht ein, denn es gab doch noch nie Probleme damit??!!! Was für eine Lösung ist hiermit getätigt: es gab noch nie Probleme damit? Und, dann sind wir eben die Ersten die ein Problem damit haben.
Eine 20 Minuten Diskussion mit der Vermieter Tochter brachte uns auch nicht weiter. Der Stellplatz muss weiterhin bezahlt werden, egal ob nutzbar oder nicht.
Wenn ich mir das Alles durchlese frage ich mich, warum wir nicht von Anfang an schlauer gewesen waren und genauer auf Mängel geachtet haben. Dieser Fehler passiert uns ganz bestimmt nicht wieder. Zudem sollte die Wohnung erst mal eine begrenzte Bleibe sein, bis wir etwas Besseres gefunden haben.

**Nun zu guter Letzt komme ich zu meinem Lieblingsthema Nachbarn**
Eigentlich sollte man 2 Probenächte in einer Wohnung verbringen, bevor man den Mietvertrag unterschreibt, um zu die Geräusche und sonstige merkwürdige Dinge im Haus abzuchecken. Da das allerdings nicht möglich ist, haben wir die Konsequenzen zu tragen. Mit Sicherheit gibt es schlimmere Nachbarn, aber unsere reichen mir schon aus.
1.       Nachbar: ein junger Mann schätzungsweise 25 Jahre alt mit niegelnagel neuem Auto, scheint Student zu sein…, denke Mama und Papa zahlen die Wohnung (Vermutung).
Dieser junge Herr hat ein Hobby> singen
> lautstark
> schief
> zu unmöglichen Zeiten
> mit lautstarker Musik.
Ein Zettel an seiner Tür, ob er nicht mal überlege einen Gesangskurs zu belegen hat ihn leider nur für 1 Woche schweigen lassen L Es ist ihm auch egal zu welchen Zeiten er seine Musikanlage aufdreht. Soweit ich weiß, wurde er schon vom Vermieter zusammengefaltet, aber das interessiert den herzlich wenig.
>Also hier gibt’s keine Chance zur Therapie!
2.       Der Nachbar mit Frau schließt sich grundsätzlich ein. Wovor er Angst hat wissen wir nicht.
 Er verlässt die Wohnung
> morgens 5.00 Uhr
> Tür aufschließen
> Tür abschließen
> morgens 6.00 Uhr kommt er zurück
>Tür aufschließen
> Tür abschließen…
dummerweise ist das Haus absolut hellhörig und dieses Schlüsselgeräusch schreckt mich immer aus dem Schlaf. Wenn es das nur wäre, aber nein. Einmal in der Woche, egal welcher Tag wird Punkt 8.00 Uhr die Wohnung gesaugt. Ich hoffe immer wieder, dass es nicht der Ausschlaftag  meinerseits ist, denn das staubsauge Geräusch lässt mich 30 Minuten lang im Bett vibrieren.
Und nun der Knüller: mein Mann und ich sind kaum zu Hause und dementsprechend machen wir auch keine lauten Geräusche, es ist sehr selten das überhaupt mal Musik bei uns läuft. Jeden Freitag mache ich die Wohnung sauber und das gegen 16.00 Uhr (mein Ritual vor dem Wochenende). Putzen geht leichter mit Musik…, die ich dann auch etwas lauter stelle.
Ich putze
>es klingelt
> Nachbar steht vor der Tür und macht mich mit Worten klein, dass ich das nicht dürfte und das er Stress hat und das nicht will
> sollte mir funkgesteuerte Hörer kaufen
> ich total perplex
> mir fällt seine Standuhr ein die alle 15 min und zur vollen Stunden ganz so laut gongt, dass man automatisch mitzählt und in der Nacht davon im Bett steht
> sage>stell du die Standuhr ab und ich meine Musik im Gegenzug
> hat gefruchtet
> Uhr ist leiser
> ich habe keine Kopfhörer
> auch keine Musik mehr zum putzen L
3.       Die Studenten WG über uns. Frage stellt sich immer noch:
>wie viele Studenten wohnen eigentlich über uns und wie oft wechseln sich die Mieter ab?
Denen ist nun wirklich alles schei** egal. Die
>rücken Ihre Möbel
> trampeln
>kichern lautstark
>hören Musik und TV in voller Lautstärke…,
 wenn es denn am Tag wäre …, aber nein,
>bis mitten in der Nacht. Schon 2 Mal stand ich dort gegen Mitternacht vor der Tür und bat um Ruhe, oder das sie doch in ein Studentenhaus ziehen sollten, wenn sie auf die arbeitende Bevölkerung keine Rücksicht nehmen können
> erfolglos
> es geht immer so weiter
>juckt doch keinen wenn Andere zur normalen Zeit schlafen wollen.
Wie schon erwähnt, das Haus ist super hellhörig und mit Sicherheit nicht ordentlich Schallschutzgedämmt, aber wen interessiert’s, wenn man nicht arbeiten geht?

Alles in Allem sind es wohl doch nur Kleinigkeiten, die mir allerdings das Leben in diesem Haus schwer machen. Wir wohnen hier 1 Jahr und die Reparaturen und Ärgernisse nehmen kein Ende.
Jedoch suchen wir fleißig nach einem neuen zu Hause, bei dem wir mit Sicherheit schlauer sind.



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8 Kommentare zu “Das alte Leid> Mietwohnung, Nachbarn und Vermieter

  1. Boah, das ist ja grauslich.
    Ihr hättet die Wohnung so gar nicht übernehmen sollen. das ist nicht besenrein.
    Es war ein Fehler, dass ihr alles in Gang gebracht habt. Das ist die Pflicht des Vermieters. Er hätte sich informieren müssen, ob der Vorgänger alles ordnungsgemäß hinterläßt.
    Aber ganz ehrlich: Wohnen möchte ich da auch nicht.
    Liebe Grüße und ein angenehmes Wochenende<

  2. Danke für diesen Bericht. Uns geht es ähnlich. Die Nachbarn hier sind zwar alle echt nett, aber das Haus ist super, super hellhörig. Von der nachbarin hören wir jeden Schritt und jedes Wort. Das nervt manchmal echt.

  3. Oh je, wie schrecklich 🙁 Im Nachhinein ist man immer schlauer & hätte das von Anfang an nicht so hinnehmen sollen…aber man will ja nicht gleich soviel Stress machen etc. Ich hoffe sehr, daß ihr schnell was anderes findet *daumendrück*

    Zu Deiner Frage auf meinem Blog: Erstmal vielen Dank 🙂 Sie haben von Natur aus so einen Schwung, ich benutze keine Wimpernzange o. so.

  4. Mittlerweile ist es ja zwei Jahre her aber ich feiere gerade die Tatsache, dass wir nicht die einzigen mit solchen Problemen sind.Und das obwohl ich genau zur beschriebenen Altersklasse gehöre 😉

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