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Kom5inat Conceptstore Paderborn – Second Hand Vintage Bekleidung und mehr

Alte Dinge haben mich von je her gereizt, insbesondere alte Möbel und Haushaltsgegenstände. So befindet sich in unserem Haus das ein oder andere alte, zumeist aufgearbeitete, Möbelstück. Mich fasziniert daran, dass diese Gegenstände eine Geschichte zu erzählen haben. Daher stöbere ich gerne auf Flohmärkten und in Secondhand-Geschäften und habe so in Paderborn den Conceptstore Kom5inat von Lena Gold kennengelernt.

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Sie verkauft eine schöne Mischung aus getragener Kleidung, Accessoires, Kleinmöbel und Haushaltsgegenständen. Die Accessoires sind zum Teil ebenfalls Secondhand, zum Teil auch neu und selbst hergestellt. Ein Laden, in dem man sich gerne umsieht und in dem man gerne stöbert! Sehr schnell kommt man dabei auch mit Lena, der Ladenbesitzerin, ins Gespräch und kann allerlei Spannendes über ihre Verkaufsstücke erfahren. Jenny und ich möchten euch daher den Laden gerne vorstellen. Jenny hat fleißig fotografiert und ich habe mit Lena ein Interview geführt.

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Sonja:
Hallo Lena! Kom5inat ist ein ungewöhnlicher Name für einen Shop. Wie bist du auf diesen Namen gekommen und vor allem, was bedeutet die 5?

Lena:
Die 5 ist meine Lieblingszahl! Für diesen Laden spiegelt sie die fünf Bereiche wider, die ich mache bzw. anbiete. Das ist zum einen Secondhand-Bekleidung, dann die Secondhand- Accessoires, Kleinmöbel, selbstdesignte Accessoires und Künstler-Kooperationen.

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Sonja:
Wie sehen diese Künstler-Kooperationen aus? Was kann man sich darunter vorstellen?

Lena:
Letztens hatte ich zum Beispiel ein Fotoshooting mit einer tollen Fotografin, wofür ich Verkaufsstücke ausgewählt habe, die sie dann abfotografiert hat. Oder eine Modenschau im Raum für Kunst in Paderborn, die dieses Jahr zum dritten Mal stattfand.

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Sonja:
Das klingt sehr vielseitig! Doch zurück zu deinem Geschäft: Wie bist du auf die Idee für diese Art Shop gekommen und seit wann existiert er?

Lena:
Vielleicht als kleine Vorgeschichte: ich habe u.a. in Berlin Modedesign studiert und als ich dann wieder nach Paderborn gekommen bin, hatte ich schon länger im Kopf, dass ich mich gerne selbständig machen und mich nicht der großen Modeindustrie anschließen möchte. Und weil ich schon seitdem ich denken kann gerne auf Flohmärkte gehe, gerne alt mit neu kombiniere und auch Conceptstores in Berlin kennengelernt habe, habe ich diese Art Shop mit nach Paderborn gebracht. Ich bin im Sommer 2014 zurückgekommen, habe relativ zügig diese Örtlichkeit hier gefunden und in Eigenarbeit renoviert. Im Januar 2015 habe ich eröffnet.

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Sonja:
Ich bewundere es immer, wenn man sich in die Selbständigkeit traut.

Lena:
Ja, aber ich wusste auch, dass es so einen Shop in Paderborn nicht gibt – vor allen Dingen die Möglichkeit wirklich coole Secondhand-Kleidung zu kaufen und auch Vintageteile. Es gibt ja Secondhand-Läden in Paderborn, aber keine Vintageläden und da habe ich die Lücke für mich gesehen. Und vielleicht macht so ein Geschäft auch die Stadt etwas attraktiver, sagt Lena lachend.

Sonja:
Sowas kann PB durchaus gebrauchen! Du beschreibst deinen Shop als Conceptstore für alternative Kleidungskultur & Lifestyle. Beschreibe doch bitte etwas genauer, welche Dinge man bei dir kaufen kann!

Lena:
Vor allem Dingen wirklich ausgewählte Secondhand- und Vintagekleidungsstücke. Darauf lege ich das Hauptaugenmerk. Dazu kommen noch ausgewählte Kleinmöbel, vor allem aus den 50er bis 70er Jahren – viel skandinavisches Design, was meine Lieblingsrichtung ist – aber gerne auch ein bisschen aus dem Spaceage der 70er Jahre. Und wie gesagt, die eigenen Designs tauchen zwischendrin auf. Ich denke, man erkennt insgesamt ganz gut meine Handschrift.

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Sonja:
Wenn man sich deinen Shop anschaut, entsteht der Eindruck, dass du liebevoll und mit Bedacht die Dinge auswählst, die hier verkauft werden. Worauf achtest du bei der Auswahl und woher beziehst du deine Verkaufsstücke?

Lena:
Vielleicht erst einmal zu der letzten Frage: Ich fahre sehr viel auf Flohmärkte. Dieses auf Schatzsuche gehen bereitet mir einen großen Teil der Freude an dem Ganzen. Aber ich fahre auch zu Großhändlern nach Berlin. Oder ich schaue mich in den Humana Secondhandgeschäften um. Das ist eine große Secondhand-Kette die ungefiltert Secondhand- bzw. Vintagekleidung anbieten. So fallen mir die Sachen in die Hände – wenn ich Glück habe mal mehr, manchmal auch weniger. Und zu der Frage wie ich auswähle: einmal ist natürlich der Style wichtig, also Farben, Prints und der Schnitt. Die Qualität und das Material aber auch. Ich sehe das Teil und es muss mir einfach gefallen. Ich bin da mittlerweile relativ schnell.

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Sonja:
Neben den Verkaufsstücken, die eine Geschichte erzählen können, verkaufst du auch aktuelle Statementketten und unterschiedliche selbstdesignte Taschen. Fertigst du diese selbst und wie bist du auf diese Idee gekommen?

Lena:
Die Sachen stelle ich hier im Laden her. Ich habe mal beim Maßschuhmacher gearbeitet. Da sind immer ganz viele Lederreste in den tollsten Farben angefallen, kleine Schnipsel, die quasi für die Tonne gewesen wären. Ich liebe geometrische Formen und auch großen geometrischen Schmuck. Und ich mag das Material Leder. Ich habe mir dann überlegt, dass ich aus diesem Ledermüll noch etwas Tolles machen könnte. So ist diese Idee entstanden.

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Sonja:
Wer sind deine Kunden?

Lena:
Als ich den Laden eröffnet habe dachte ich, ich spreche vor allen Dingen Studenten an, also junge Leute, die sich vielleicht auch für Vintagesachen interessieren. Aber das hat sich gar nicht so bewahrheitet. Es ist ganz gemischt: natürlich sind viele Studenten dabei, aber genauso gut zum Beispiel Frauen mittleren Alters, die sich mit der Thematik Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Auch Frauen, die es gar nicht nötig haben Secondhand zu kaufen, sondern die einfach das Besondere suchen. Diese Gruppe ist relativ groß.

Sonja:
Worauf sollte man beim Tragen von Secondhand bzw. Vintage-Kleidung achten? Also wie kann sie getragen werden, ohne den Eindruck zu erwecken, man mache aus einem vergangenen Jahrzehnt eine Zeitreise in das Hier und Jetzt?

Lena:
Sich komplett mit Secondhand- bzw. Vintagestücken einzukleiden ist für viele zu krass, für mich persönlich auch. Für die Alltagstauglichkeit ist die Kombination ganz wichtig: also zum Beispiel ein tolles Vintageteil kombiniert mit schlichten Sachen bzw. Casual-Mode. Bei den Sachen aus den 80er Jahre mache ich zum Beispiel die dicken Schulterpolster raus und allein der Schnitt, etwas in den Schultern breiter, reicht dann schon um das Kleidungsstück an unsere Zeit anzupassen. Manchmal muss man durch solche Eingriffe, wie das Entfernen der Schulterpolster, den eigentlichen Look ein bisschen abschwächen und kann dann das Teil zu einer normalen Jeans oder so kombinieren.

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Sonja:
Das Kombinieren mit Kleidungsstücken von heute erfordert, denke ich, ein gewisses Geschick, was sicher nicht jeder mitbringt…

Lena:
Ja, es kommen auch Leute die sagen: Oh, das ist ein tolles Teil, aber es ist mir zu krass! Denen gebe ich natürlich Tipps. Wenn sie es dann auf der Puppe sehen, oder angezogen an mir, dann können sie es sich schon eher vorstellen. Aber ein bisschen Mut braucht man natürlich auch!

Sonja:
Dann trägst du die Kleidung, die du hier verkaufst, auch selbst?

Lena:
Ja selbstverständlich, sagt Lena lachend. Heute zum Beispiel ein Kettchen aus den 70er Jahren. Und der Jumpsuit ist auch aus meinem Laden. Das ist zwar kein Vintageteil, aber Secondhand. Mir müssen die Teile einfach gefallen! Oft sind es Vintagesachen, aber es kann auch ganz normale Secondhand-Mode sein. Man muss wirklich nicht immer neu kaufen, vieles kommt wieder und man kann es durch kleine Veränderungen tragbar machen.

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Sonja:
Mein erster Eindruck ist, dass du deine Preisgestaltung wirklich bezahlbar gestaltest. Das könnte man ja bei der Auswahl deiner Verkaufsstücke auch anders erwarten. Wie gestaltest du die Preise oder was ist dir dabei wichtig?

Lena:
Ganz wichtig ist mir, dass es sich zum Beispiel auch Studenten leisten können. Es darf also nicht zu teuer sein. Secondhand- oder Vintagekleidung muss nicht teurer sein als neue Sachen. Da gibt es natürlich auch andere Ansätze. Wenn ich zum Beispiel in Berlin in einen Vintageshop gehe, zahle ich dort mehr als für neue Sachen. Aber ich finde, das muss nicht sein und jeder sollte sich diese Kleidung leisten können. Aber es gibt ganz unterschiedliche Meinungen dazu: Es gibt Leute wie Jenny und du, die sagen, dass die Preise für solche qualitativen und ausgewählten Sachen in Ordnung sind. Es gibt aber auch Leute, gerade hier in Paderborn, die sich fragen, warum sie für Sachen, die schon getragen worden sind, so viel bezahlen sollen. Da gehen die Meinungen total auseinander und ich versuche irgendwie einen guten Mittelweg zu finden.

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Sonja:
Nun sind wir mit dem Interview fast zu Ende. Mich würde zum Abschluss noch interessieren, was du dir für deinen Shop wünschst?

Lena:
Ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass ich aus diesem Geheimtipp-Charakter herauskomme, also bekannter und mehr angenommen werde. Die Lage meines Shops ist natürlich ein bisschen schwierig, da mir hier die Laufkundschaft fehlt. Ich schaue regelmäßig nach Räumlichkeiten in zentraleren Lagen, aber es ist gar nicht so einfach etwas Bezahlbares zu finden. Größere Räumlichkeiten wären natürlich auch super. Und ich wünsche mir, dass ich irgendwann davon leben kann. Im Augenblick arbeite ich noch nebenbei freiberuflich als Designerin, was ich zum Glück hier vor Ort im Laden machen kann. Auch würde ich mich freuen, wenn der Laden noch mehr in die Kreativscene in Paderborn integriert ist.

Sonja:
Vielen herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen Lena! Jenny und ich werden sicherlich des Öfteren mal bei dir reinschauen!

Wir verabschieden uns mit einer Umarmung und gehen mit vielen Eindrücken nach Hause.

Hier noch die Adresse von Lenas Conceptstore:
Kom5inat
Balhornstraße 16
33102 Paderborn

Außerdem könnt ihr euch natürlich auch über die Website http://kom5inat.de/ ein Bild von dem Shop machen, oder ihr folgt Lena über
Kom5inat Facebook
Kom5inat Instagram

Kauft ihr auch gerne Second Hand ein?

 

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24 Kommentare zu “Kom5inat Conceptstore Paderborn – Second Hand Vintage Bekleidung und mehr

  1. Ein super schöner Beitrag.
    Der Store ist wunderschön. Wenn ich der nähe bin werde ich diesen definitv besuchen.

    Liebe Grüße, Esther

    1. Ja, solche Läden haben Persönlichkeit und sind erfrischend anders – im Gegensatz zu den diversen Bekleidungsketten.
      Vielleicht verschlägt es dich mal nach Paderborn!
      LG Sonja

  2. Hallo Sonja
    Ein tolles Interview und ich mag die Mischung des Shops. Persönlichkeit und das gewisse Etwas. Ist ja wie in einem kleinen Schmuckladen, lauter schöne Sachen in jeder Ecke. Die Bilder sind auch klasse gemacht, da kann man sich alles gut vorstellen. Ich hoffe für Lena, das sie noch viele Jahre Freude mit ihrem Geschäft hat.
    Liebe Grüße

    1. Es gibt tatsächlich in jeder Ecke etwas zu entdecken. Ich liebe solche Shops!
      Schön, dass dir der Beitrag gefällt!
      LG Sonja

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